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New York - Mit einem Vergleich haben der Basler Pharmariese Novartis und Mitarbeiterinnen, die vom Unternehmen diskriminiert wurden, ihren Gerichtsstreit endgültig beigelegt. Novartis entschädigt die Betroffenen mit insgesamt 152,5 Mio. Dollar.
Eine Jury hatte im Mai den US-Ableger des Pharmariesen für schuldig befunden, Frauen für gleiche Arbeit weniger Lohn zu zahlen, sie bei Beförderungen übergangen und im Falle von Schwangerschaften schikaniert zu haben. Die Geschworenen setzen Bussgelder von über 250 Mio. Dollar an.
Die Anwälte der Sammelklägerinnen und Novartis haben sich nun darauf geeinigt, dass der Pharmakonzern einen Fonds von bis zu 152,5 Mio. Dollar einrichtet zur Entschädigung der Mitglieder der Sammelklage. Ihr können sich alle US-Mitarbeiterinnen der Firma zwischen 2002 und 2007 anschliessen.
Mit 22,5 Mio. Dollar soll Novartis laut dem Vergleich ausserdem Programme für die Förderung von Frauen entwickeln und neue Richtlinien gegen Diskriminierung erarbeiten.
Damit muss der Pharmakonzern zwar etwas weniger berappen, als vom Gericht vorgesehen war. Novartis verzichtet im Gegenzug auf langwierige Berufungsverfahren. Zudem hält die Firma im Vergleich fest, dass die im Gerichtsprozess bekannt gewordenen Vergehen nur von einzelnen Managern begangen wurden und nicht den Richtlinien ds Konzerns entsprechen.
"Der Prozess hat enthüllt, dass einige unserer Mitarbeiterinnen Erfahrungen machen mussten, die vom Verhalten von Managern herrührten, das nicht unseren Werten entspricht", sagte Novartis-Chef Joe Jimenez laut einer Pressemitteilung vom Mittwoch. Der Betrieb lege jetzt umso mehr Wert darauf, dass sich seine Mitarbeiter an die Geschäftsordnung hielten.
David Sanford, einer der Anwälte der Klägerinnen, bezeichnete den Vergleich als "monumental". Das Abkommen garantiere, dass jede Frau, die in den letzten acht Jahren für Novartis arbeitete, fair kompensiert würde. Der Vergleich muss noch von Richterin Colleen McMahon abgesegnet werden, bevor die Gerichtsakte geschlossen werden kann.

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SDA-ATS