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Der im Umbau befindliche Pharmakonzern Novartis hat 2014 bei einem Umsatz von 58 Mrd. Dollar seinen Reingewinn um 12 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar steigern können. CEO Joe Jimenez ist für den Standort Schweiz trotz der überraschenden Aufgabe des Euro-Mindestkurses zuversichtlich.

Novartis überprüfe nun die Kostenbasis nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit, sagte Jimenez am Dienstag in Basel vor den Medien. Es sei jedoch noch zu früh für konkrete Massnahmen. Für eine Überreaktion gebe es ohnehin keinen Anlass, weil Novartis langfristig mit jedem Wechselkurs leben könne.

Weiterhin Investitionen in der Schweiz

Bei Novartis fallen 13 Prozent der Kosten in der Schweiz an, erzielt werden aber hierzulande nur 2 Prozent des Umsatzes. Dennoch werde der Konzern in der Schweiz weiterhin investieren, versicherte der CEO. Denn neben den Kosten seien auch die Kompetenz der Belegschaft und die Rahmenbedingungen entscheidend.

Derzeit beschäftigt Novartis in der Schweiz noch rund 15'000 von weltweit 135'000 Angestellte. Ihre Zahl wird Verlauf dieses Jahres auf 13'500 sinken, weil durch die Fokussierung des Konzerns auf künftig drei von bisher sechs Divisionen 1500 Mitarbeitende den Arbeitgeber wechseln.

Der neben dem Konzernumbau ebenfalls letztes Jahr angekündigte Aufbau der konzernweiten Dienstleistungseinheit Novartis Business Services mit 7500 Mitarbeitenden zielt laut Konzernleitungsmitlied Andreas Wyss nicht auf einen Stellenabbau ab. Ziel sei vielmehr, für die Zukunft bei wachsenden Umsätzen die Kosten flach zu halten und so die Margen zu steigern.

Mit 2014 "sehr zufrieden"

Mit dem vergangenen Jahr zeigte sich Konzernchef Jimenez "sehr zufrieden". Novartis habe im "Jahr der Transformation" nicht nur beim Umsatz und den Margen, sondern auch bei der Innovation zulegen können. Den Umsatz konnte Novartis um 1 Prozent auf 58 Mrd. Dollar steigern. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 3 Prozent.

Von den drei künftigen Novartis-Divisionen bleibt Pharma mit Abstand die grösste. Ihr Umsatz sank um 1 Prozent auf 31,8 Mrd. Dollar.

Laut dem CEO musste bei den rezeptflichtigen Medikamenten eine Umsatzeinbusse von 2,4 Mrd. Dollar durch Generikakonkurrenz namentlich beim Blockbuster Diovan verkraftet werden. Für das laufende Jahr werden die Ausfälle durch billigere Generika auf 2,5 Mrd. Dollar veranschlagt.

Deutliche zulegen konnte Novartis namentlich mit neueren Medikamenten, die weniger als fünf Jahre alt sind. Auf sie entfallen nun 43 Prozent des Pharmaumsatzes. Besonders gut liefen die Geschäfte in den Schwellenländern. In diesen erzielt Novartis nun 26 Prozent des Pharma-Verkaufserlöses.

Neue Hoffnungsträger

Grosse Hoffnungen setzt der Konzern in neue Medikamente, die bereits zugelassen sind oder vor der Zulassung stehen. Jimenez verwies dabei namentlich auf zwei Heilmittel gegen Psoriasis respektive Herzinsuffizienz, die beide Blockbuster-Potenzial mit Umsätzen in Milliardenhöhe haben.

Die Augenheilmittel-Division Alcon, die ebenfalls bei Novartis verbleibt, verzeichnete 2014 ein Umsatzplus von 3 Prozent auf 10,8 Mrd. Dollar. Und die Generika-Sparte Sandoz konnte als dritte der künftigen Novartis-Division den Umsatz um 4 Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar steigern.

Nach der Trennung von den margenschwächeren Sparten Impfstoffe, Tiergesundheit und rezeptfreie Medikamente sieht imenez Novartis für die Zukunft gut aufgestellt. Weiterhin will der Konzern angesichts des Drucks auf die Medikamentenpreise stark auf die Kosten achten. Namentlich bei der Beschaffung sieht der CEO grosses Sparpotenzial.

18. Dividendenerhöhung in Folge

Die Aktionäre sollen am Ergebnis 2014 mit der 18. Dividendenerhöhung in Folge partizipieren. Vorgeschlagen wird, die Ausschüttung von 2.45 auf 2.60 Fr. zu erhöhen.

Für das laufende Jahr rechnet Novartis unter Ausschluss von Wechselkurseffekten mit einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll etwas stärker ansteigen. Die Anleger reagierten erfreut. Die Novartis-Aktie notierte am Nachmittag 1,6 Prozent im Plus.

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SDA-ATS