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Lasersender beim Schiesssimulator zum Sturmgewehr 90: Die Schweizer Armee hat im vergangenen Jahr die Ausgaben laut einem Sipri-Bericht reduziert. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Nach Jahren sinkender Militärausgaben haben die USA 2016 wieder mehr Geld für Rüstung ausgegeben. Die Ausgaben stiegen leicht um 1,7 Prozent auf 611 Milliarden Dollar. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor.

Nur vier der 27 NATO-Länder, deren Rüstungsausgaben das Institut vergleicht, erreichten nach den Recherchen der Forscher 2016 das NATO-Ziel zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts: die USA, Estland, Frankreich und Griechenland.

Besonders Deutschland, Belgien, Kanada, Dänemark, die Niederlande und Spanien müssten ihre Ausgaben demnach deutlich erhöhen, um dem Zwei-Prozent-Ziel zu entsprechen, auf das sich die NATO-Partner 2014 geeinigt hatten. Deutschlands Quote lag zuletzt bei nur 1,2 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte die NATO-Länder mehrfach aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen und damit einen fairen Beitrag zu leisten. Beim NATO-Gipfel im Mai sollen die Ausgaben zentrales Thema sein.

Rückgang trotz Konflikten

Auf der Sipri-Liste bleiben die USA mit fast dreimal so hohen Rüstungsausgaben wie der Zweitplatzierte China (geschätzte 215 Mrd. Dollar) mit Abstand weltweiter Spitzenreiter. Auch in Asien und Europa stiegen die Militärausgaben 2016 laut dem Sipri-Bericht. In Latein- und Südafrika sowie Afrika - mit Ausnahme von Nordafrika - gingen sie trotz zahlreicher Konflikte dagegen zurück.

Auch vom Öl-Export abhängige Staaten wie Saudi-Arabien gaben 2016 weniger Geld für Rüstung aus. "Sinkende Öl-Einnahmen und mit dem Ölpreis-Schock verbundene wirtschaftliche Probleme haben viele Öl-exportierende Länder gezwungen, ihre Militärausgaben zu verringern", sagte Sipri-Forscher Nan Tian laut einer Mitteilung.

Schweiz mit tieferen Ausgaben

Russland zog auch aufgrund eines unerwarteten Anstiegs seiner Ausgaben gegen Ende 2016 auf der Rangliste der Länder an Saudi-Arabien vorbei und belegte Platz Drei. In den vergangenen Jahren hat nur China (Anstieg von 118 Prozent) seine Militärausgaben kräftiger erhöht als Russland (plus 87 Prozent). Indien rückte mit Ausgaben von 55,9 Milliarden Dollar auf Platz Fünf vor Frankreich und dem Vereinigten Königreich vor.

Nach stetigem Ausgabenanstieg seit 2014 reduzierte die Schweiz im vergangenen Jahr ihre Armeeausgaben um 144 Millionen auf 4,68 Milliarden Dollar. Das entsprach laut Sipri noch 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

Insgesamt verzeichnete Westeuropa einen Anstieg bei den Rüstungsausgaben um 2,6 Prozent. Deutschland erhöhte seine Rüstungsausgaben um 2,9 Prozent und ist damit mit 41,1 Milliarden Dollar weiter das Land mit den neunthöchsten Ausgaben. Insgesamt stiegen die weltweiten Militärausgaben laut Sipri geschätzt um 0,4 Prozent auf 1686 Milliarden Dollar.

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SDA-ATS