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Nur wenige Punkte für Ammann und Deschwanden

Das Weltcup-Springen von der Grossschanze in Titisee-Neustadt wird nach mehreren Verschiebungen zu einer Windlotterie - und Simon Ammann zieht die grosse Niete.

Der Toggenburger hatte die zweitschlechtesten Bedingungen aller Springer und hatte so keine Chance auf den ersehnten Top-Ten-Platz. Ammann erhielt zwar über 20 Bonuspunkte, das machte aber die fast zwei Meter Rückenwind nicht wett und brachte ihn nur auf Platz 26. Der vierfache Olympiasieger war jedoch selbstkritisch und stellte fest, dass sein Sprung auch technisch nicht optimal gewesen sei. Einen zweiten Durchgang gab es nicht.

Wie unterschiedlich die Bedingungen waren, zeigt die Tatsache, dass der zweite Schweizer, Gregor Deschwanden, satte 14 Meter weiter sprang als Ammann und dennoch direkt hinter seinem Landsmann den 27. Rang belegte. Der Luzerner hatte ziemlich gute Verhältnisse, konnte diese aber nicht wie gewünscht nutzen. Deschwanden "verbremste" seinen Sprung nicht zum ersten Mal in diesem Winter im oberen Teil, indem er die Ski und Arme zu breit machte und nicht die nötige Höhe erreichte. Dadurch schaffte er es nicht bis zum Luftpolster, das er im unteren Teil durchaus gehabt hätte. Ammann und Deschwanden hatten sich vor dem Heim-Weltcup am nächsten Wochenende als einzige Schweizer für den Wettkampf qualifiziert.

Unterschiedliche Bedingungen hin oder her - die Besten der bisherigen Saison zeigten auch im Schwarzwald ihre Klasse. Richard Freitag mit der Tages-Bestweite von 145 m und Andreas Wellinger sorgten für einen deutschen Doppelsieg, dahinter folgte der Norweger Daniel-André Tande. Dieses Trio hatte das Weltcup-Klassement bereits vor Titisee angeführt.

Dass in Titisee-Neustadt am Sonntag überhaupt gesprungen wurde, grenzte an ein Wunder. Der Wettkampf konnte erst mit eineinhalbstündiger Verspätung in Angriff genommen werden, nachdem es über Nacht stark geschneit und später geregnet hatte. Hauptproblem war aber der stark wechselnde Wind, der für sehr unterschiedliche Verhältnisse sorgte. Da aber die Sicherheit immer gewährleistet war, waren alle froh, dass der Wettkampf stattfand.

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