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Washington/Peking - Kühler Empfang für den Dalai Lama in Washington: Zwar hat US-Präsident Barack Obama das Oberhaupt der Tibeter trotz Kritik aus China im Weissen Haus getroffen. Allerdings waren Kameras und Mikrofone nicht zugelassen, es gab auch keinen Auftritt vor den Medien.
Dies gilt in Washington als Geste Obamas gegenüber der chinesischen Führung. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums sprach von "komplexen Beziehungen".
Das Weisse Haus schrieb in einer kurzen Erklärung, Obama habe seine "starke Unterstützung für die Erhaltung der einzigartigen religiösen, kulturellen und sprachlichen Identität Tibets und für den Schutz der Menschenrechte der Tibeter in der Volksrepublik" bekräftigt. Er unterstütze den Ansatz der Gewaltlosigkeit des Dalai Lama.
Peking hatte schon vor dem Besuch protestiert und mit Sanktionen gegen US-Firmen gedroht. China wirft dem Oberhaupt der Tibeter Separatismus vor. Der Dalai Lama lebt seit seiner Flucht 1959 in Indien im Exil. Er setzt sich für eine grössere Autonomie Tibets ein.
Anscheinend aus Protest zeigte China dem US-Flugzeugträger "USS Nimitz" in Hongkong die kalte Schulter. Entgegen sonstigen Gepflogenheiten wollten chinesische Militärs dem Schiff keinen Besuch abstatten, berichtete die "South China Morning Post". Der Flugzeugträger und vier Begleitschiffe waren kurz zuvor zu einem Besuch eingetroffen.
China-Experten in Washington sehen trotz der Spannungen zwischen Peking und den USA keine dramatische Zuspitzung voraus. "Beiden Seiten wollen jeden ernsthaften Bruch vermeiden", meinte Robert Barnett von der Columbia Universität in New York.
Das Treffen Obamas mit dem Dalai Lama fand nicht im Oval Office statt, sondern im angrenzenden "Kartenzimmer", was als Teil der Privaträume im Weissen Haus gilt. "Für China zählen diese symbolischen Details", meinte Barnett.
Obama hatte sich noch im November geweigert, mit dem Dalai Lama zusammenzukommen. Der US-Präsident wollte damals vor seiner Asien- und Chinareise die Führung in Peking nicht verärgern.

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SDA-ATS