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US-Präsident Barack Obama und Hamid Karsai haben am Dienstag in Kabul eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Obama erklärte, der Sicherheitspakt setze die Rahmenbedingungen für die bilateralen Beziehungen nach dem Abzug der US-Truppen 2014.

Die Kosten des Krieges seien hoch gewesen. Karsai sagte, die Vereinbarung besiegele eine gleichwertige Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Obama war überraschend nach Afghanistan gereist.

Es war Obamas dritter Besuch in Afghanistan seit seinem Amtsantritt im Januar 2009. Vom Hindukusch aus wollte sich Obama in der Nacht in einer Rede an die eigene Bevölkerung wenden - live übertragen im US-Fernsehen zur besten Sendezeit am Dienstagabend (MESZ nach Mitternacht).

Die Unterzeichnung des Abkommens in Kabul erfolgte symbolträchtig genau ein Jahr nach der Tötung des Terrorchefs Osama bin Laden durch ein US-Kommando. US-Elitesoldaten hatten den Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida am 2. Mai 2011 in seinem Versteck im Nachbarland Pakistan erschossen.

Die von Al-Kaida verübten Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington waren der Auslöser für den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan.

Unter der schützenden Hand der damals herrschenden Taliban unterhielt das Terrornetzwerk am Hindukusch Ausbildungslager, die auch die Flugzeugattentäter von 9/11 durchlaufen hatten. Ein Ultimatum der USA, Bin Laden auszuliefern, liessen die Taliban verstreichen.

Belastete Beziehungen

Die US-Armee stellt den Grossteil der unter NATO-Führung stehenden internationalen Truppen am Hindukusch, die Kabul im Kampf gegen die aufständischen Taliban unterstützen sollen. Derzeit sind noch rund 87'000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.

Der Zeitplan der Sicherheitsübergabe an die einheimischen Kräfte sieht vor, dass bis Ende 2014 alle internationalen Kampftruppen abziehen. Einzelheiten sollen auf dem NATO-Gipfel am 20. und 21. Mai in Chicago festgelegt werden.

Die Beziehungen der USA zur afghanischen Regierung sind durch mehrere Vorfälle in den vergangenen Monaten belastet. Im Januar sorgte ein Video für Empörung, auf dem US-Soldaten beim Urinieren auf Leichen getöteter Aufständischer zu sehen sind.

Mitte Februar löste die Verbrennung von Koran-Exemplaren auf einem US-Stützpunkt heftige Proteste aus. Im März soll ein US-Soldat im Süden des Landes in einem nächtlichen Amoklauf 17 Menschen ermordet haben, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.

SDA-ATS