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Zum Verkauf stehende VW-Modelle

KEYSTONE/AP/BRENNAN LINSLEY

(sda-ats)

Auch ein Jahr nach Beginn der Abgas-Affäre sind in Deutschland die Gebrauchtwagenpreise für betroffene Diesel des VW-Konzerns weiter stabil. Trotz des Skandals könne keine Rede von Druck auf den Restwerten sein.

Die Nachfrage nach einzelnen VW-Modellen mit dem betroffenen Motor EA 189 habe im Vergleich zum beobachteten Vorjahreszeitraum sogar etwas zugelegt, besagen Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT).

Die zwei grossen Marktbeobachtungsexperten DAT und Schwacke warnen übereinstimmend vor einer Panikmache. Betroffene Besitzer, die mit Verkaufsgedanken spielten, müssten weder Preisabschläge noch nachlassendes Interesse auf Käuferseite fürchten.

"Bisher können wir keinen negativen Einfluss der Diesel-Affäre auf die Restwerte von Dieselmodellen im Allgemeinen oder VW-Dieselmodellen im Besonderen in unseren Marktbeobachtungsdaten feststellen", sagte Sibylle Heidt vom Dienstleister Schwacke, dessen Spezialgebiet die Restwertermittlung von Personenwagen ist.

Ebenso sei kein Anstieg der Standtage zu verzeichnen. Neben stabilen Preisen wechseln die betroffenen Wagen also auch nicht langsamer als vorher die Besitzer, von Zurückhaltung ist also auch hier keine Spur.

Diesel ist nicht tot

Es sei aber festzustellen, dass die Affäre einen generellen Prozess in Gang gebracht habe, Emissionen anders zu messen und dem Stickoxid-Ausstoss mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Bei den Neuzulassungen könne trotz leichten Nachgebens der Diesel-Beliebtheit aktuell vom "Tod des Diesels" jedoch keine Rede sein.

Dies liege auch an flankierenden Bemühungen der Hersteller - etwa bei der Garantieverlängerung, günstigen Finanzierungen oder attraktiven Inzahlungnahmekonditionen. Auch der VW-Konzern hatte so reagiert.

In Frankreich werde dagegen eine Verschiebung in Richtung Benziner beobachtet, sagte Siegfried Trede von DAT. "In Deutschland erwarten wir, dass im Kleinwagen-Segment Dieselmotoren künftig eine etwas geringere Rolle spielen werden." Ähnlich hatte sich VW-Konzernchef Matthias Müller geäussert. Striktere Abgasnormen verteuerten vor allem den Diesel.

Schwankungen in der Schweiz

Während in Deutschland auf dem Occasionenmarkt Preisstabilität bei den betroffenen Diesel-Modellen beobachtet wird, hatte eine Auswertung für die Schweiz Ende August markante Preissenkungen festgestellt.

Die Preisveränderungen schwankten je nach Modell stark, zeigte eine Auswertung des Online-Vergleichportals und Marktplatzes comparis.ch der betroffenen Occasions-Fahrzeuge aus den Jahren 2009 bis 2013. Das Portal erfasste Occasionen und Neuwagen der acht grössten Schweizer Automarktplätze.

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SDA-ATS