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Die Rettung der angeschlagenen deutschen Banken hat die Verschuldung in Deutschland 2010 so stark in die Höhe getrieben wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Bund, Länder und Gemeinden waren zum Jahresende insgesamt mit fast zwei Billionen Euro verschuldet.

Die Verschuldung von 1998,8 Milliarden entspricht pro Bürger 24'450 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Allein seit dem Krisenjahr 2009 stiegen die Schulden um 304,4 Milliarden Euro oder 18 Prozent. "Dies war der höchste absolute Zuwachs des Schuldenstandes in einem Jahr seit Bestehen der Statistik 1950", sagte ein Statistiker.

Wichtigster Grund für die ausufernden Schulden sind die "Bad Banks": Allein die Stützung der Hypo Real Estate und der WestLB trieben den Schuldenstand um 232,2 Milliarden Euro in die Höhe.

Vor allem der Bund und die Länder mussten die Zusatzbelastungen tragen: Beim Bund stiegen die Schulden um mehr als ein Fünftel auf 1284,1 Milliarden Euro, bei den Ländern lag der Anstieg bei 13 Prozent auf 595,3 Milliarden Euro.

Auch Bundesländer und Gemeinden betroffen

Lediglich Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern konnten ihre Verschuldung reduzieren. Dagegen belasteten die Turbulenzen der WestLB den Haushalt Nordrhein-Westfalens stark und trieben den Schuldenstand um zwei Fünftel in die Höhe.

Doch auch die Gemeinden rutschten trotz Konjunkturbelebung tiefer in die roten Zahlen: Hier legte die Verschuldung um 4,9 Prozent auf 119,4 Milliarden Euro.

In die Zahlen eingerechnet werden sowohl die Schulden am Kapitalmarkt als auch die Kassenkredite. Sie beziehen sich auf Kernhaushalte von Bund, Ländern und Kommunen sowie die jeweiligen Extrahaushalte. Die Schulden der Sozialversicherungen sind in der Statistik nicht enthalten.

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SDA-ATS