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Der öffentliche Verkehr will seinen Energieverbrauch bis 2050 um 30 Prozent senken: BLS-Zug in Bern. (Archiv)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Bis 2050 soll der Energieverbrauch von Bahnen und Bussen um 30 Prozent sinken. Nicht erneuerbare Energien sollen in Zukunft tabu sein. Diese Strategie hat der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) an seiner Generalversammlung verabschiedet.

Um dieses Ziel zu schaffen, sind allerdings die Besteller der Leistungen - Bund und Kantone - gefordert, teilte der VöV am Donnerstag nach seiner Generalversammlung in Pontresina GR mit. Der Bund müsse die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sich Energiemassnahmen umweltpolitisch und finanziell lohnen.

Die Energiewende des Bundes unterstützt der VöV ausdrücklich und aktiv. In der Pflicht dabei sieht er auch die Hersteller von Bahnen und Bussen.

Der grösste Teil des Energieverbrauchs im öffentlichen Verkehr geht auf das Konto der Antriebsenergie. Hier sieht der VöV auch den grössten Hebel. Er will den Verbrauch für den Antrieb senken und nach Möglichkeit auf neue Formen wie Hybrid oder Elektro setzen.

Der grosse Teil der Dieselbusse soll dadurch ersetzt werden. Die Zukunft der Stadtbusse ist gemäss VöV-Direktor Ueli Stückelberger elektrisch. Weil diese Investitionen nicht zuletzt wegen der günstigen Dieselpreise teuer sind, sprechen der VöV und der Städteverband mit dem Bund über Finanzierungsmöglichkeiten.

Geringer Anteil

Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtenergieverbrauch der Schweiz ist vergleichsweise tief. Nach VöV-Angaben leisten Bahnen und Busse 20 Prozent der Personenkilometer und nehmen dafür nur 5,5 Prozent des Energie aller Verkehrsträger in Anspruch.

Absehbar aber ist den Angaben zufolge, dass der Energieverbrauch des öffentlichen Verkehrs steigt. Dazu tragen Kundenansprüche wie etwa Klimaanlagen bei. Das Bundesamt für Energie geht davon aus, dass sich der Energieverbrauch des Verkehrs mit der E-Mobilität und dem autonomen Fahren bis 2050 verdoppelt.

Der VöV ist der nationale Dachverband der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr wie etwa SBB, Rhätische Bahn, BLS oder auch städtische und regionale Verkehrsbetriebe. Seine Mitglieder sind 127 Transportunternehmen und 180 Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie. Gegründet wurde der Verband 1889 als Genossenschaft.

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