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Trotz der niedrigen Ölpreise haben sich wichtige Förderländer nicht auf Gegenmassnahmen einigen können. Das Treffen in Katar wurde am Sonntag ohne eine Einigung auf das Einfrieren der Fördermenge beendet.

Wahrscheinlich werde es ein erneutes Zusammenkommen im Juni geben, sagte der nigerianische Ölminister. Es brauche noch weitere Beratungen, sagte Katars Ölminister Mohammed al-Sada.

Von verschiedenen Quellen war zu vernehmen, dass die Minister der Mitgliedländer der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine interne Vereinbarung möchten, bevor sie mit Nicht-Opec-Ländern verhandelten. Dies meldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Vertreter von mehr als einem Dutzend Ölförderer, darunter das mächtige Saudi-Arabien und Russland, wollten sich in Katars Hauptstadt Doha eigentlich auf die Deckelung der Ölproduktion auf dem Niveau vom Januar einigen, um dem Preisverfall auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken.

Das Scheitern einer Drosselung der Ölförderung wird vor allem Saudi-Arabien zugeschrieben. Saudi-Arabien habe eine Kehrtwende vollzogen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Sonntag gegenüber Reuters.

Markt setzte auf Drosselung

Wollte Saudi-Arabien zunächst eine Einigung mit allen kompromissbereiten Ölstaaten, solle zum Schluss ein Entwurf für eine Vereinbarung vorgelegen haben mit der Bedingung, dass alle Länder des Ölkartells Opec mitziehen müssten.

Dies war aber nur schwer realisierbar, weil der Iran - der Erzrivale Saudi-Arabiens im Nahen Osten - bereits mehrfach angekündigt hat, seine Ölproduktion nach dem Ende der Sanktionen im Zuge des Atomstreits zunächst hochfahren zu wollen. Der Iran war in Doha nicht vertreten.

Die Aussicht auf eine Drosselung der Produktion hatte den Ölpreis in den vergangenen Monaten bereits wieder anziehen lassen, nachdem er seit Mitte 2014 wegen des riesigen Überangebots abgestürzt war.

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SDA-ATS