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London - Die Ölpest im Golf von Mexiko hat den britischen Ölkonzern BP inzwischen mehr als sechs Milliarden Dollar gekostet. Das Unternehmen bezifferte den bisherigen Aufwand auf 6,1 Mrd. Dollar.
Darin enthalten sind die Ausgaben für die Versiegelung des defekten Bohrlochs, die Beseitigung der Umweltschäden und erste Ausgleichszahlungen für Betroffene, wie BP am Montag mitteilte.
Allerdings kommt ein Grossteil der Kosten erst noch. So drohen enorme Schadensersatz-Forderungen. Darüber hinaus muss BP auf Drängen von US-Präsident Barack Obama in den kommenden dreieinhalb Jahren 20 Mrd. Dollar in einen Entschädigungsfonds einzahlen.
In seiner Bilanz hat der Konzern bereits Rückstellungen von 32,2 Mrd. Dollar gebildet. Diese Summe kann aber noch steigen, wie das Unternehmen Ende Juli deutlich machte. Um an das nötige Geld zu kommen, will BP Unternehmensteile verkaufen. Bis zu 30 Mrd. Dollar sollen so in die Kassen fliessen.
Das Leck in der Ölquelle, aus dem seit Mitte April Öl praktisch ungehindert ins Meer strömte, ist nach monatelangem Kampf inzwischen abgedichtet, und die Aufräumarbeiten haben begonnen. Zugleich laufen noch Entlastungsbohrungen.

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SDA-ATS