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Nach monatelangem Streit tritt der britische Ölriese BP seine Beteiligung an einem Arktis-Projekt an sein russisches Joint-Venture ab. BP kündigte an, seinen Anteil an dem Bündnis mit dem russischen Konzern Rosneft zur Ausbeutung von Ölreserven in der Arktis TNK-BP zu überlassen.

Damit konnten die an dem BP-Gemeinschaftsunternehmen beteiligten Milliardäre den Konzern aus dem geplanten Pakt mit dem russischen Öl-Branchenprimus verdrängen. Die russischen Eigner von TNK-BP haben monatelang erbittert gegen die Kooperation zwischen BP und dem staatlich kontrollierten Konzern gekämpft, weil sie sich dabei übergangen fühlten und selbst mit Rosneft in der Arktis Öl fördern wollten.

Gleichzeitig kann mit dieser Einigung auch der geplante Aktientausch zwischen Rosneft und BP im Volumen von umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro stattfinden. Allerdings muss Rosneft der Einigung noch zustimmen. Rosneft lehnte eine Stellungnahme zunächst jedoch ab.

Experten zufolge sollen sich in der Arktis rund ein Fünftel der weltweiten bislang unentdeckten Ölvorkommen befinden. Für BP sollte das Arktis-Projekt einen Neuanfang nach der desaströsen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko markieren. Doch die Briten hatten die Rechnung ohne die russischen Eigner ihres Joint Ventures TNK-BP gemacht: Sie gingen gerichtlich gegen das Geschäft vor.

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SDA-ATS