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Behörden ermitteln: Sollte die Europa-Reise des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani von einem Anschlag überschattet werden?

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

In Frankreich ist offenbar ein Anschlag auf iranische Exil-Oppositionelle vereitelt worden. Dort sowie in Deutschland und Belgien nahmen die Behörden Verdächtige fest, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft und französische Ermittler am Montag mitteilten.

Ihnen wird vorgeworfen, ein Attentat auf eine Versammlung der iranischen Volksmudschahedin am vergangenen Samstag bei Paris geplant zu haben. Der Iran sprach von einer Verschwörung zur Destabilisierung Teherans.

Die im Pariser Exil ansässigen Volksmudschahedin warfen der Regierung in Teheran vor, hinter den mutmasslichen Anschlagsplänen zu stecken. Die "Terroristen des Mullah-Regimes" seien dafür verantwortlich, heisst es in einer Erklärung. Darin wird die Schliessung der iranischen Botschaften in Europa gefordert, die das Vorhaben unterstützt hätten.

Der Iran sprach hingegen von einer Verschwörung, mit der ein schlechtes Licht auf die am Montag begonnene Europa-Reise von Präsident Hassan Ruhani geworfen werden solle. "Wie passend", schrieb Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ausgerechnet jetzt gebe es diesen angeblich iranischen Anschlagsplan.

Der Aussenminister versicherte, Teheran verurteile "Gewalt und Terror überall". Am Montag traf Ruhani in der Schweiz ein, er will zudem Österreich besuchen.

Mehrere Razzien

In Brüssel wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Samstag ein Paar mit iranischen Wurzeln festgenommen, in dessen Auto Sprengstoff gefunden wurde. Zudem habe es fünf Razzien im Land gegeben, erklärten Behörden.

Überdies sei ein iranischer Diplomat mit Verbindungen zu den beiden Verdächtigen in Deutschland in Polizeigewahrsam genommen worden. Drei weitere Festnahmen erfolgten nach Aussage der Ermittler in Frankreich. Dort seien inzwischen zwei Verdächtige wieder freigelassen worden, hiess es von der Justiz.

Die Volksmudschahedin wurden 1965 als Oppositionspartei gegründet. Die EU und Washington betrachten die Gruppe erst seit wenigen Jahren nicht mehr als "Terrororganisation".

An dem Treffen in Villepinte am Samstag nordöstlich von Paris nahmen nach belgischen Angaben 25'000 Menschen teil, darunter auch US-Politiker und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Zu den Teilnehmern zählte etwa der ehemalige New Yorker Bürgermeister und heutige Anwalt Trumps, Rudy Giuliani. Dort sprach er sich für einen Führungswechsel im Iran aus.

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SDA-ATS