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Lucien Favre bleibt auch nächste Saison Trainer in Nizza. Trotz Anfragen von anderen Klubs, darunter auch Borussia Dortmund, wird der Waadtländer seinen bis 2019 laufenden Vertrag einhalten.

Borussia Dortmund, der hinter Bayern München wirtschaftsstärkste Klub Deutschlands, hatte Anfang der Woche ein offizielles Angebot für Lucien Favre vorgelegt; öffentlich zur Debatte stand der Westschweizer als Kandidat bereits seit Wochen. Seit Dortmunds Trennung von Thomas Tuchel erklärten die deutschen Medien den 59-Jährigen zum designierten Nachfolger.

Für die Südfranzosen, nach der besten Kampagne seit 41 Jahren erstmals Champions-League-Qualifikant, kam das Interesse an Favre laut Communiqué hingegen zu spät, da die Mannschaft bereits am 19. Juni das Training aufnimmt, um sich auf die europäischen Aufgaben vorzubereiten.

"Dieser Entscheid ist unwiderruflich. Er wurde von Borussia Dortmund ebenso akzeptiert wie von Lucien Favre", legte sich die Klubführung von Nice fest. Die sportliche Komponente sei in diesem Fall wichtiger als der finanzielle Aspekt. Es war bekannt, dass Borussia Dortmund bereit gewesen wäre, eine Summe von gegen fünf Millionen Euro zu zahlen, um den Coach aus seinem mehrjährigen Vertrag herauszukaufen.

In einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur sda bestätigte Favre das "Non" der Vereinsleitung um Nices Klubchef Jean-Pierre Rivère: "Das ist so, und ich habe den Entscheid von Nice zu respektieren. Es gibt nichts mehr zu diskutieren." Er werde in etwas mehr als einer Woche wieder nach Frankreich zurückkehren und sich intensiv auf die "schwierige neue Saison" vorbereiten.

An einer endlosen Affäre war niemand interessiert, schon gar nicht Favre: "C'est la vie! Ich werde alles daran setzen, mit OGC weiterhin einen sehr guten Job zu machen." Über die Anfrage aus der Bundesliga will er nicht mehr weiter sprechen, sondern sich ab sofort um seine zeitnahe Zukunft in der Ligue 1 kümmern. "Es gibt viel zu tun", sagt einer der aktuell begehrtesten Trainer Europas zur sda.

Die Verweigerung der Gesprächsbereitschaft ist aus Sicht des Ligue-1-Vertreters nachvollziehbar. Dass sich der Klub, der mit rund 40 Millionen Euro budgetiert, erfolgreich den Avancen eines Bundesliga-Schwergewichts widersetzt, das demnächst die 400-Millionen-Umsatzgrenze erreicht, überrascht hingegen - und könnte intern als Signal der Stärke gewertet werden.

Womöglich fliesst in diesem Sommer mehr Geld in frisches Personal als vor zwölf Monaten. Ansonsten wird es schwer, die historische letzte Saison (Platz 3) zu übertreffen. Im vergangenen Frühling stürzte Favre mit seiner relativ unbekannten Equipe den Serienmeister Paris Saint-Germain vom Sockel und forderte den neuen Champion Monaco lange auf Augenhöhe heraus.

SDA-ATS

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