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Bei den Rettungsarbeiten nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Pakistans sind bisher 515 Leichen geborgen worden. Die Regierung bemühte sich weiter, die Überlebenden in dem schwer zugänglichen Katastrophengebiet in der Provinz Baluchistan zu versorgen.

Unterdessen haben auch drei Tage nach dem Beben viele Opfer keine Hilfsgüter erhalten. "Wir haben keine Nahrung und leben seit drei Tagen unter freiem Himmel", sagte ein Erdbebenopfer am Freitag dem Fernsehsender Geo.

Ein Regierungsvertreter erklärte, Sicherheitsprobleme und logistische Schwierigkeiten erschwerten die Arbeit der Helfer. Das Beben vom Dienstag hatte die Stärke 7,7.

Angriffe militanter Separatisten machen die Rettungsarbeiten in dem Katastrophengebiet gefährlich. Ein Helikopter mit dem Chef der nationalen Katastrophenschutzbehörde (NDMA) war am Donnerstag auf dem Weg in die Erdbebenregion mit Raketen beschossen worden.

Aus Militärkreisen hiess es zudem, Separatisten hätten 20 Kilometer nördlich des am schwersten betroffenen Ortes Awaran ein Rettungsteam der Armee angegriffen. Niemand sei dabei getötet worden. Ein Sprecher der Befreiungsfront Baluchistans namens Gohram Baloch hatte zuvor mit Angriffen auf Regierungsvertreter gedroht.

Trotz grosser Erdgasvorkommen ist Baluchistan die ärmste Provinz Pakistans. Die Menschen in der Provinz fühlen sich von der Zentralregierung vernachlässigt und diskriminiert. Militante Separatisten kämpfen seit Jahren für die Loslösung Baluchistans oder zumindest für mehr Autonomie. In der Provinz sind allerdings auch radikalislamische Taliban-Kämpfer aktiv.

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SDA-ATS