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Bern - Die Zürcher Industrie- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli hat im ersten Halbjahr 2010 rote Zahlen geschrieben. Wegen einem enttäuschenden Finanzresultat ging das Ergebnis unter dem Strich auf von 0,8 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode auf minus 4,9 Mio. Fr. zurück.
Das Finanzergebnis (-3,5 Mio. Franken) wurde von Währungsabsicherungen belastet, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Diese würden jedoch nach Fertigstellung der entsprechenden Aufträge neutralisiert und somit das Jahresergebnis nicht betreffen.
Der Betriebsverlust (EBIT) vergrösserte sich auf 2,7 Mio. Franken (Vorjahresperiode: -1,1 Mio. Franken), wobei Orell Füssli im Vorjahr noch von ausserordentlichen Erträgen in der Höhe von 4 Mio. Fr. profitiert hatte. Der Umsatz verringerte sich in derselben Zeitspanne von 137,9 Mio. auf 136,6 Mio. Franken.
Im Maschinenbau-Geschäft der Division Atlantic Zeiser sei die Talsohle durchschritten. Die Nachfrage nach Nummeriersystemen für den Banknotendruck habe seit dem vierten Quartal 2009 stark angezogen, hiess es. Der Umsatz liege mit 35,4 Mio. Fr. leicht über dem Vorjahr.
Die Division Sicherheitsdruck erhöhte den Umsatz von 38,9 Mio. Fr. leicht auf 39,3 Mio. Franken. Zurzeit liefen beim Sicherheitsdruck umfangreiche Projekte, um die Effizienz zu verbessern. Die Auslastung sei für das ganze Jahr "auf hohem Niveau" gesichert.
Im Buchhandel sieht sich das Unternehmen erneut mit einer rückläufigen Nachfrage konfrontiert. Der Umsatz lag mit 53,3 Mio. Fr. unter der Vorjahresperiode (54,9 Mio. Franken). Der Umsatzrückgang werde durch Verbesserungen auf der Aufwandseite jedoch kompensiert, wie es hiess.
Das Buch werde immer stärker durch andere Medien konkurrenziert. Beim Vertrieb stellt Orell Füssli eine Verschiebung zugunsten des Internetverkaufs und zu Downloads des wachsenden digitalen Buchangebots fest.

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SDA-ATS