Navigation

Osteuropa wird beim Klima nach Leistungsfähigkeit zur Kasse gebeten

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2009 - 10:41 publiziert
(Keystone-SDA)

Brüssel - Beim EU-Gipfel scheinen sich jene Lager durchzusetzen, die keine konkreten finanziellen Zusagen zu Klimaschutz-Massnahmen in Entwicklungsländern zahlen wollen. Dies geht aus dem Entwurf der Schlussfolgerungen hervor.
Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland und Italien, wehren sich dagegen, vor dem Weltklimagipfel vom Dezember in Kopenhagen konkrete Zahlen zu nennen. Sie wollen zwar eine "gemeinsame, starke Position der EU", fürchten aber, eine zu frühe Festlegung auf Zahlen könnte die Verhandlungsposition der EU schwächen.
So steht im aktuellen Entwurf der Schlussfolgerung, welcher der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, dass der Europäische Rat die Schätzungen der EU-Kommission stützt. Diese gehen dahin, dass die Kosten für die Hilfe in Entwicklungsländern bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Euro steigen.
Alle Länder, ausser die am wenigsten entwickelten, müssten sich an der Finanzierung beteiligen, heisst es weiter. Die EU und ihre Mitgliedstaaten seien bereit, einen "fairen Teil" der internationalen Hilfe zu zahlen. Allerdings müssten auch andere grosse Länder ihren Teil beitragen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies unter anderem auf China und die USA.
Offen lässt der Entwurf die interne Lastenteilung. Diese ist umstritten, da neun osteuropäische EU-Länder weniger an die Finanzhilfe zahlen wollen, als die "reichen" Mitgliedstaaten.
Zudem fordern sie, dass die EU-Hilfe in den einzelnen Staaten nach deren Wirtschaftskraft und nicht nach den Emissionen berechnet werden. In den Schlussfolgerungen steht nun allerdings zum weltweiten Verteilschllüssel, dass sowohl die Emissionen als auch die Wirtschaftskraft für den Verteilschlüssel beigezogen werden soll.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?