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Pakistan räumte am Donnerstag "Versäumnisse" bei den Geheimdiensterkenntnissen zum Aufenthaltsort Bin Ladens ein. Es seien Ermittlungen eingeleitet worden, hiess es bei einem Treffen von Generalstabschef Ashfaq Kayani mit Truppenkommandanten.

Zudem will Pakistan nun den ebenfalls im Land vermuteten Taliban-Chef Mullah Omar sowie Al-Kaida-Vize Aiman al-Sawahiri fassen, wie die Zeitung "The News" berichtete.

Zugleich drohte Pakistan den USA bei einem weiteren Spezialeinsatz mit Konsequenzen. Jegliche vergleichbare Verletzung der Souveränität Pakistans werde eine Überprüfung der militärischen und geheimdienstlichen Zusammenarbeit mit den USA zur Folge haben, erklärte die Armee.

Aktion nicht rechtswidrig

Aussenminister Salman Baschir warnte auch andere Staaten vor Alleingängen. Indische Militärs hatten erklärt, auch Indien könne einen gezielten Militäreinsatz gegen Extremisten im Nachbarland führen.

Die Regierung in Islamabad bezeichnete den Einsatz gegen Bin Laden in Abbottabad aber nicht als rechtswidrig und teilte mit, die Beziehungen zu Washington blieben intakt. Nach US-Angaben wurde Pakistan aus Angst vor Verrat nicht im Voraus über die Aktion zur Ergreifung Bin Ladens informiert.

Unterschiedliche Versionen

Zwei Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden erhoben schwere Vorwürfe gegen die USA: Das US-Kommando habe den unbewaffneten Al-Kaida-Chef und vier seiner Vertrauten kaltblütig erschossen, erklärten sie.

Die USA hatten ihre Darstellungen über den Einsatz mehrfach geändert. Ursprünglich hatte die Regierung erklärt, der Al-Kaida-Chef und andere Bewohner seien bewaffnet gewesen und es habe ein 40-minütiges Gefecht gegeben. Später räumte das Präsidialamt ein, Bin Laden sei unbewaffnet gewesen, habe sich aber gewehrt.

Der US-Sender NBC berichtete unter Berufung auf Mitarbeiter der US-Regierung, vier der fünf Getöteten seien unbewaffnet gewesen. Dagegen sagte US-Senatorin Dianne Feinstein, die im Senat den Geheimdienstausschuss präsidiert, Bin Laden habe versucht, nach einer Waffe zu greifen. "Da kann man kein Risiko eingehen", sagte sie.

Die US-Regierung erklärte, sie wolle vorerst keine weiteren Details zur Kommandoaktion mehr veröffentlichen: "Wir sind noch immer dabei, alle Fakten zu sammeln", sagte Obamas Sprecher Jay Carney.

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SDA-ATS