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Zehntausende Palästinenser haben erstmals im Gazastreifen und Westjordanland für eine nationale Versöhnung der zerstrittenen Palästinensergruppen demonstriert. Allein in Gaza gingen rund 25'000 Menschen auf die Strasse.

In Ramallah versammelten sich etwa 8000 Menschen und schwenkten die Palästinenserflagge als Symbol der Einheit. Sie forderten ein Ende der Kluft, die seit dem blutigen Putsch der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen im Juni 2007 andauert. Auch in den Städten Bethlehem, Hebron und Nablus im Westjordanland schlossen sich Tausende den Demonstrationen an.

Die Demonstranten folgten einem Aufruf über das soziale Netzwerk Facebook, am 15. März in Massen mit der Forderung nach nationaler Einheit auf die Strasse zu gehen. "Das Volk will ein Ende der Spaltung", heisst es auf der Seite und auf Postern, die Demonstranten in die Höhe hielten.

Ein 24-jähriger Demonstrant sagte, er fühle sich weder zur Hamas noch zur rivalisierenden Palästinenserorganisation Fatah hingezogen. "Ich bin mit meinen Freunden hergekommen, um zu zeigen, dass wir von der Teilung genug haben", sagte er. "Wir werden bis zum Ende der Teilung bleiben".

Im Westjordanland und in Gaza schwenkten die Demonstranten vor allem die Palästinenserflagge in den Farben grün, weiss und schwarz mit rotem Dreieck, um gegen den Streit der verschiedenen Fraktionen zu protestieren.

In Gaza mischten sich jedoch Tausende Hamas-Mitglieder unter die Demonstranten. Sie hissten Flaggen, die halb in der grünen Hamas-Farbe und halb in den Farben der Palästinenserflagge gehalten waren.

Abbas verspricht Wahlen

Angesichts der Kundgebungen versprach Palästinenserpräsident Mahmud Abbas baldige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. "Ich bin mit der Forderung der Demonstranten nach einem Ende der Teilung einverstanden", sagte Abbas vor Journalisten.

Der Chef der Hamas-Regierung im Gazastreifen, Ismail Hanija, forderte ein schnelles Treffen mit Abbas, um einen "umfassenden nationalen Dialog" anzustossen. Die Hamas unterstütze die Forderungen der Demonstranten nach Versöhnung und Einheit, sagte Hanija.

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SDA-ATS