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Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas beschuldigt, "das Projekt der nationalen Aussöhnung zu sabotieren und zu zerstören". Abbas sprach bei der Gedenkfeier zum 10. Todestag von Vorgänger Jassir Arafat in Ramallah.

In seiner Rede bezog er sich auf eine Serie von Sprengstoffanschlägen auf Fahrzeuge und Wohnhäuser von Repräsentanten seiner Fatah-Bewegung im Gazastreifen am vergangenen Freitag.

"Die Urheber dieser Explosionen in Gaza waren die Führer der Hamas, sie sind die Verantwortlichen", sagte Abbas vor Tausenden Teilnehmern der Kundgebung.

Die Hamas erwiderte in einer in Gaza-Stadt veröffentlichten Stellungnahme, Abbas lasse sich zu "Lügen und Verleumdungen" verleiten.

Verteidigung gegen "Siedler und Extremisten"

Der Palästinenserpräsident ging in seiner Ansprache auch auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen ein, die sich in Ost-Jerusalem in den vergangenen Wochen insbesondere am Streit um die Nutzung des Felsplateaus in der Altstadt entzündet haben.

Die Stätte wird von den Juden als Tempelberg und von den Muslimen als "Das edle Heiligtum" verehrt; auf einem Teil des Areals befindet sich die Al-Aksa-Moschee. Jüdische Splittergruppen treten in jüngster Zeit verstärkt dafür ein, auf dem Tempelberg Gebetsrituale zu verrichten und baldmöglichst wieder einen Jüdischen Tempel zu bauen.

Die Palästinenser würden die Moschee und die christlichen Kirchen in Jerusalem "gegen die Siedler und die Extremisten" verteidigen, rief Abbas aus.

Abbas kündigte zudem an, noch in diesem Monat werde dem UNO-Sicherheitsrat ein Text vorgelegt, welcher der Besetzung der Palästinensergebiete durch Israel nach 47 Jahren ein Enddatum setzen solle. "Davon werden wir uns durch keinerlei Druck abbringen lassen", erklärte der Palästinenserpräsident.

Palästinenser bei Protesten erschossen

Nahe Hebron im südlichen Westjordanland erschoss die israelische Armee am Dienstag bei gewaltsamen Protesten gegen die israelische Siedlungspolitik einen jungen Palästinenser. Wie palästinensische Spitalärzte berichteten, starb der 22-Jährige durch mehrere Kugeln in den Oberkörper.

Eine Armeesprecherin bestätigte, die Soldaten seien "gegen 150 Palästinenser eingeschritten, die Steine und Brandflaschen auf vorbeifahrende Autos warfen".

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The citizens' meeting

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1968 in der Schweiz

SDA-ATS