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Paris - Der langjährige Machthaber von Panama, Manuel Noriega, muss in Frankreich für sieben Jahre hinter Gitter. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der frühere General in den 80er Jahren Drogengelder in Frankreich investierte.
Ein Strafgericht entschied am Mittwoch in Paris ausserdem, dass 2,3 Millionen Euro aus Drogengeschäften beschlagnahmt werden, die auf französischen Konten des 76-Jährigen gesperrt waren. Noriega sass zuvor bereits rund 20 Jahre wegen seiner Verstrickung in den Drogenhandel in den USA im Gefängnis.
Das Pariser Gericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Anklage, welche die Höchststrafe von zehn Jahren Haft für den Ex-General verlangt hatte. In dem Prozess hatte Noriega in der vergangenen Woche erneut die Vorwürfe bestritten.
Das Geld, das er unter anderem in Pariser Luxus-Immobilien gesteckt hatte, stamme aus seinem Privatvermögen sowie vom US-Geheimdienst CIA, sagte er. Noriega war von den USA lange Zeit gefördert und auch finanziell unterstützt worden, bevor er 1989 nach einer Invasion der US-Truppen in Panama gestürzt und in die USA gebracht wurde.
Noriega soll die Millionen-Summen vom kolumbianischen Drogenkartell in Medellín erhalten und in den 80er Jahren umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro auf Konten französischer Banken gewaschen haben. Er habe damals gegen den Drogenhandel gekämpft und deshalb von den USA und anderen Ländern hohe Anerkennung erfahren, hatte Noriega zu seiner Verteidigung gesagt.
Als er sich aber geweigert habe, die "Speerspitze" der USA in der mittelamerikanischen Region gegen Linke und Kommunisten zu sein, hätten die Lügen und die US-Propaganda gegen seine Person begonnen. Noriega sprach auch in Paris davon, "Opfer einer Verschwörung der USA" geworden zu sein.
Die Verteidigung hatte zudem die Zulässigkeit des Verfahrens gegen einen ehemaligen "Staatschef" bezweifelt. Noriega war aber nie Präsident in Panama, sondern regierte dort zwischen 1981 und 1989 als Militärmachthaber über Strohmänner.
Die USA hatten in den 70er und Anfang der 80er Jahre den Aufstieg Noriegas in Panama gefördert; der US-Geheimdienst CIA hatte ihn schon als jungen Offizier angeworben. Das mittelamerikanische Land ist wegen seines Kanals zwischen Atlantik und Pazifik von strategisch wichtiger Bedeutung.

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SDA-ATS