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Panamas Ex-Präsident Ricardo Martinelli muss vorerst in den USA in Haft bleiben und kommt nicht auf Kaution frei. (Archivbild vom WEF 2014)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Panamas Ex-Präsident Ricardo Martinelli bleibt nach seiner Festnahme in den USA vorerst in Haft. Wie die Justizbehörden im Bundesstaat Florida mitteilten, wurde Martinelli am Dienstag einem Richter vorgeführt.

Dieser ordnete zunächst eine Untersuchungshaft von einer Woche an. Bei einer weiteren Anhörung am 20. Juni soll dann entschieden werden, ob eine Freilassung auf Kaution in Frage kommt.

Martinelli war am Montagabend in seinem Haus nahe Miami festgenommen worden. Ihm droht die Auslieferung an Panama, wo er sich wegen Korruption und der Bespitzelung politischer Gegner vor Gericht verantworten soll.

Martinelli hatte das zentralamerikanische Land von 2009 bis 2014 regiert. Seit Januar 2015 lebt der Besitzer einer Supermarktkette in Coral Gables südlich von Miami. Er hatte Panama verlassen, nachdem das Oberste Gericht ein Korruptionsverfahren gegen ihn eröffnet hatte. Er soll unter anderem an der Veruntreuung von 45 Millionen Dollar aus einem Schulessen-Programm beteiligt gewesen sein.

Martinelli soll während seiner Amtszeit zudem die Kommunikation von rund 150 Oppositionspolitikern, Aktivisten, Journalisten und Unternehmern abgefangen haben. Martinelli weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

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SDA-ATS