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Papst Franziskus verlangt von den katholischen Bischöfen, alles zu tun, um Kinder vor sexuellen Übergriffen Geistlicher zu schützen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA ANSA/ANGELO CARCONI

(sda-ats)

Papst Franziskus hat die Null-Toleranz-Linie der katholischen Kirche bei Kindesmissbrauch bekräftigt. "Lasst uns den Mut finden, alle notwendigen Massnahmen zu treffen", schrieb der Papst in einem Brief an die Bischöfe, der am Montag vom Vatikan veröffentlicht wurde.

"Lasst uns bei diesem Thema klar und konsequent der Null-Toleranz-Linie folgen." Mit dem Brief wolle er bekräftigen, dass solche "grauenvollen Taten nicht mehr in unserer Mitte begangen werden", schrieb Franziskus. Die Kirche erkenne "die Sünden einiger ihrer Vertreter" an. "Es sind Sünden, die uns beschämen."

Bereits zu Beginn seines Pontifikats 2013 hatte Franziskus einen Null-Toleranz-Kurs gegen Pädophilie angekündigt. Vor allem in Nordamerika und Europa waren zahlreiche Fälle von Kindesmissbrauch durch Kirchenvertreter bekannt geworden - und auch die Versuche der Kirche, die Täter in vielen Fällen zu decken.

Im Juni hatte der Papst angekündigt, dass Bischöfe, die Fällen von Pädophilieverdacht im Klerus nicht nachgehen, ihr Amt verlieren können. Opfergruppen bemängeln allerdings, dass der Kampf gegen den Kindesmissbrauch und die Aufklärung solcher Fälle in der Kirche auch unter Franziskus nicht rasch genug vorankommen.

SDA-ATS

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