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Schwerer Gang für den deutschen Papst: Zum Gedenken an die Opfer von Nazi-Verbrechen hat Benedikt XVI. am Sonntag die "Ardeatinischen Höhlen" in Rom besucht.

In den Tuffsteinhöhlen am südlichen Stadtrand erschoss die SS im März 1944 mehr als 300 Menschen als Vergeltung für ein Attentat der italienischen Widerstandsbewegung. Das Massaker der "Fosse Ardeatine" gilt in Italien bis heute als eines der schlimmsten Nazi-Gräuel auf italienischem Boden.

"Das, was hier am 24. März 1944 geschah, ist eine furchtbare Beleidigung Gottes in Form der willkürlichen Gewalt des Menschen gegen den Menschen, welche die verwerflichste Auswirkung des Krieges ist", sagte der Papst sichtlich bewegt bei einer kurzen Ansprache vor dem Eingang der Höhlen.

Zuvor hatte er einen grossen Korb roter Rosen am Grabstein der Opfer niedergelegt, um dann die Gedenkstätte zu besuchen und dort zu beten. Begleitet wurde das 83-jährige Kirchenoberhaupt unter anderem vom Oberrabbiner von Rom, Riccardo Segni, der Präsidentin des des Hinterbliebenenverbands der Widerstandskämpfer sowie von Vertretern des Militärs.

Am 23. März 1944 hatten kommunistische Partisanen einen Anschlag in der Via Rasella im römischen Stadtzentrum verübt, bei dem 33 SS-Soldaten der Polizeibrigade "Bozen" ums Leben kamen. Die deutschen Besatzer forderten sofortige Vergeltung.

Aus Berlin kam daraufhin die Order, für jeden getöteten SS-Mann zehn italienische Geiseln umzubringen. Am Nachmittag wurden 335 Menschen zwischen 15 und 75 Jahren - Gefangene der SS, Juden, Partisanen, aber auch von der Strasse weg willkürlich verhaftete Römer - in den Fosse Ardeatine umgebracht. Die Tuffsteinhöhlen wurden ihr Massengrab.

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SDA-ATS