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EU-Ratspräsident Donald Tusk passiert bei seiner Ankunft im Vatikan die Schweizergarde.

KEYSTONE/AP/ALESSANDRA TARANTINO

(sda-ats)

Papst Franziskus hat die Europäer zu mehr Solidarität aufgefordert und sich für eine weitere Integration in der EU ausgesprochen. "Das erste Element europäischer Lebenskraft ist die Solidarität", sagte er während einer Audienz für die 27 Staats- und Regierungschefs.

Gelebte Solidarität zwischen den Staaten sei auch das beste Mittel gegen Populisten, sagte der Papst.

Am Samstag wollen die EU-Vertreter den 60. Jahrestag der Römischen Verträge als Grundlage der europäischen Integration feiern. Der Geist der Solidarität sei angesichts der zentrifugalen Kräfte sowie der Versuchung nötig, die Gründungsideale der Union auf wirtschaftliche und finanzielle Aspekte zu reduzieren, mahnte der Papst.

An dem Treffen nimmt die britische Premierministerin Theresa May nicht teil, weil die Bürger ihres Landes im vergangenen Jahr für einen Austritt aus der Union gestimmt hatten.

Papst Franziskus wandte sich zudem gegen eine Abschottung der EU: Dies betreffe sowohl die Aufnahme von Staaten als auch Hilfe für Länder, die von Armut, Krankheiten und Kriegen betroffen seien. Man dürfe die Flüchtlingskrise nicht nur als Verwaltungsaufgabe sehen. Es gehe auch um die Frage der kulturellen Identität. Der Reichtum Europas sei immer seine geistige Offenheit gewesen.

"Europa hat ein ideelles und geistiges Erbe, das einzigartig ist auf der Welt. Dieses ist es wert, mit Leidenschaft und neuer Frische wieder aufgegriffen zu werden. Es stellt das beste Heilmittel gegen das Vakuum an Werten unserer Zeit dar, jenen fruchtbaren Boden für Extremismen aller Art", sagte Franziskus. Die EU-Integration habe den Europäern die längste Friedenszeit der vergangenen Jahrhunderte beschert.

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SDA-ATS