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Papst schaltet sich in Weihnachtsbotschaft in Jerusalem-Krise ein

Papst Franziskus (Mitte) spendet von der Loggia des Petersdoms aus den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis").

Keystone/AP/ALESSANDRA TARANTINO

(sda-ats)

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft auf die Jerusalem-Krise Bezug genommen. Er warnte vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern.

"Wir beten, dass sich bei den Kontrahenten der Wille durchsetze, den Dialog wieder aufzunehmen, und dass man endlich zu einer Verhandlungslösung gelange, die innerhalb von miteinander vereinbarten und international anerkannten Grenzen eine friedliche Koexistenz zweier Staaten ermöglicht", sagte der Pontifex am Montag auf dem Petersplatz in Rom.

Der Papst richtete sich von der Loggia des Petersdoms aus an die Gläubigen in aller Welt und spendete nach dem Verlesen der Weihnachtsbotschaft den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis").

US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Der Schritt löste internationale Kritik aus und führte zu weiteren Unruhen. Die Uno-Vollversammlung stimmte in einer nicht bindenden Resolution mit grosser Mehrheit gegen eine solche Anerkennung.

Franziskus hob die bei seiner Botschaft am ersten Weihnachtsfeiertag die Bemühungen derer hervor, "die in der internationalen Gemeinschaft den guten Willen haben, jenem geplagten Land beizustehen, dass es trotz der schwerwiegenden Hindernisse zur langersehnten Eintracht, Gerechtigkeit und Sicherheit finde".

Der Pontifex ging vor allem auf das Leid der Kinder in Kriegen und Konflikten wie in Syrien, im Irak, im Jemen, im Südsudan, in Venezuela sowie in der Ukraine ein. Zudem rief das Katholiken-Oberhaupt dazu auf, Migrantenkinder willkommen zu heissen. "Unser Herz möge nicht verschlossen sein, wie es die Häuser von Betlehem waren."

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