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Papst schliesst Bischöfe wegen Missbrauchs aus Klerikerstand aus

Kerzen für Opfer von sexuellem Missbrauch durch Geistliche in Chile - Papst Franziskus hat zwei chilenische Bischöfe wegen Kindesmissbrauchs aus dem Klerikerstand entlassen.

KEYSTONE/AP/ESTEBAN FELIX

(sda-ats)

Papst Franziskus hat eine der härtesten Kirchenstrafen gegen zwei chilenische Bischöfe verhängt: Wegen Kindesmissbrauchs entliess er den früheren Erzbischof Francisco José Cox Huneeus und den früheren Bischof Marco Antonio Ordenes Fernández aus dem Klerikerstand.

Damit verlieren sie ihren Bischofstitel und sind auch keine Priester mehr. Grund für die Strafe seien "offenkundige Akte des Missbrauchs von Kindern", erklärte der Vatikan am Samstag.

Die so genannte Laisierung ist die schwerste Strafe, die die katholische Kirche gegen Priester verhängen kann. Die Betroffenen verlieren sämtliche Ämter, Rechte und Aufgaben, die mit dem Stand als Kleriker zu tun haben. Auch privat dürfen sie keine priesterlichen Funktionen mehr ausüben.

Der Vatikan gab die Strafen nach einem Treffen des Papstes mit dem chilenischen Präsidenten Sebastián Pinera bekannt. Thema der Unterredung sei die "schwierige Situation" in der von Missbrauchsskandalen erschütterten chilenischen Kirche gewesen, teilte der Vatikan mit. Es sei um das "schmerzhafte Übel des Kindesmissbrauchs" gegangen und um den Kampf gegen solche Vergehen und ihre Vertuschung.

Die Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen sorgt in der katholischen Kirche in Chile seit Monaten für Aufruhr. Ermittelt wird gegen 167 Verdächtige, darunter 96 Priester. Im Zusammenhang mit der Affäre um Kindesmissbrauch hatten im Mai 34 Bischöfe des Landes geschlossen ihren Rücktritt eingereicht.

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