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Deutschland und Frankreich wollen private Gläubiger auf freiwilliger Basis an der Griechenland-Rettung beteiligen. Darauf einigten sich Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy am Freitag nach einem Treffen in Berlin.

"Wir wünschen uns eine Beteiligung privater Gläubiger auf freiwilliger Basis. Ich sage das ausdrücklich", sagte Merkel. "Das ist ein Durchbruch. Ich würde das einen grossen Durchbruch nennen", sagte Sarkozy. Die beiden Länder waren sich zuvor uneinig, in welcher Form sich Private an der Hilfe beteiligen sollen.

Berlin wollte einen möglichst verbindlichen Beitrag des Privatsektors durchsetzen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte vorgeschlagen, die Laufzeiten für griechische Staatsanleihen um sieben Jahre zu verlängern.

Das ging Frankreich aber zu weit. Paris will die Privaten nur auf freiwilliger Grundlage ins Boot holen. Französische Banken sind mit Milliardenbeträgen in Griechenland engagiert, drei Grossbanken könnten deshalb sogar im Rating heruntergestuft werden.

Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hielten die französischen Banken Ende 2010 rund 10,5 Milliarden Euro der griechischen Staatsschuld, die deutschen 15,3 Milliarden Euro.

Merkel und Sarkozy drängten auf eine rasche Einigung bei den Verhandlungen. "Je schneller wir die Probleme lösen, desto besser", sagte Merkel. Sarkozy sagte, die EU habe "keine Zeit zu verlieren". Ein konkretes Datum nannten die beiden aber nicht.

Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass ein zweites Hilfspaket für Athen auf dem EU-Gipfel Ende der kommenden Woche vereinbart werden könnte. Es gab aber auch Berichte, wonach es aufgrund der Differenzen unter den Euro-Partnern September werden könne, bis das Paket unter Dach und Fach sei.

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SDA-ATS