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Parteirevolte gegen australischen Premierminister Abbott

Australiens konservativer Premierminister Tony Abbott kämpft nach 17 Monaten im Amt gegen eine Revolte in seiner Partei, die ihn das Amt kosten könnte. Zwei Abgeordnete kündigten am Freitag an, kommenden Dienstag bei einer Parteiversammlung die Vertrauensfrage zu stellen.

Sie wollen Abbott als Parteichef entfernen. Er würde damit auch das Amt des Regierungschefs verlieren. Abbott wäre besiegt, wenn 52 der 102 Abgeordneten der Liberalen Partei sich gegen ihn aussprechen, erläuterte Politologe Zareh Ghazarian von der Monash-Universität. Der neue Parteichef würde dann im Amt vereidigt.

Abgeordnete werfen Abbott einen autokratischen Führungsstil vor. Vergangene Woche machte Abbott Prinz Philipp, den 93-jährigen Gemahl von Königin Elizabeth, zum Ritter, ohne das Kabinett in die Entscheidung einzuweihen. Das stiess auf grossen Unmut. In Umfragen lag seine Partei zuletzt bei 43 Prozent, gegen 57 Prozent für die Labor-Partei.

Abbott kündigte an, er werde kämpfen. "Ich habe mit meiner Stellvertreterin Julie Bishop gesprochen. Wir rufen die Abgeordneten gemeinsam auf, den Antrag abzulehnen", sagte er. "Wir sind schliesslich nicht die Labor-Partei."

Die heutige Opposition zerfleischte sich in ihrer Regierungszeit 2007 bis 2013 durch gleich zwei ähnliche Revolten. 2010 forderte Julia Gillard Regierungschef Kevin Rudd heraus und gwann, dann revanchierte sich Rudd und stiess Gillard 2013 wieder vom Thron. Labor verlor die Wahlen 2013 haushoch.

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