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Eine Quelle der PCB-Verschmutzung in der Birs ist gefunden: ein Kanal unter dem Werk des Giessereikonzerns Von Roll in Choindez im Kanton Jura. Die krebserregende Substanz im Wasser stamme wohl von Rohstoffen wie Alteisen oder Blech, teilte der Kanton Jura mit.

Die erstmals Ende 2007 in Fischen aus der Birs festgestellten hohen PCB-Konzentrationen haben zu Verboten und Einschränkungen der Fischerei im ganzen Fluss geführt. An der aufwändigen Suche nach der Herkunft der Belastung ist neben mehreren Kantonen auch der Bund beteiligt. Das Von-Roll-Werk stand schon länger im Verdacht.

Eine neue Methode hat nun erlaubt, die PCB-Spur bis in einen Kanal zurückzuverfolgen, der unter dem Giessereiwerk in der Schlucht an der Kantonsgrenze zu Bern verläuft. Von Roll suche nach der genauen Quelle der Verschmutzung; erste Ergebnisse weisen laut Kanton "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" auf angelieferte Metalle hin.

Firma in der Pflicht

Dringliche Massnahmen seien angeordnet und umgesetzt worden, damit kein PCB-verseuchtes Wasser mehr in die Birs fliesse. Das Unternehmen suche zudem eine Sanierungsmethode für seine Rauchgasreinigung und Abwasserreinigungsanlage, damit das Werk auf Dauer garantiert kein PCB mehr emittiert.

Die Suche nach der PCB-Quelle, unter anderem mit Analysen von Flusssedimenten, haben den Kanton Jura bislang rund 50'000 Franken gekostet - unbezahlte freiwillige Helfer nicht mitgerechnet. Die vor drei Jahren gegen Unbekannt eingeleitete Strafuntersuchung laufe weiter, sagte Kantonschemiker Claude Ramseier auf Anfrage.

Im Sommer sind laut Ramseier zwecks Erfolgskontrolle nochmals PCB-Messungen in der Birs unterhalb Choindez vorgesehen. Falls die Werte dann wieder in den normalen Bereich gefallen sind, hat man mit Von Roll Choindez die Hauptquelle gefunden. Falls nicht, müsse man weitersuchen.

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SDA-ATS