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Peinlicher Patzer für Brown im britischen Wahlkampf

Dieser Inhalt wurde am 28. April 2010 - 17:50 publiziert
(Keystone-SDA)

London - Mitten im Endspurt des Wahlkampfs hat sich der britische Premierminister Gordon Brown einen schweren Patzer erlaubt. Eine Woche vor der Wahl wurde er erwischt, wie er eine Wählerin nach einem Gespräch als "verbohrt" beschimpfte.
Brown wetterte über die 65-Jährige, als er bei einer Wahlkampfveranstaltung zu seinem Wagen zurückging - aber nicht bemerkte, dass noch das Mikrofon eines Fernsehsenders an seinem Hemd steckte. Der Ausrutscher könnte sowohl Brown als auch seiner Labour-Partei bei der Parlamentswahl am 6. Mai zum Verhängnis werden.
Kommentatoren bezeichneten die Panne als "grösstmöglichen Schaden" für den Premier. Brown ist für sein aufbrausendes Temperament und seine Wutanfälle bekannt. Er bemüht sich seit langem, in der Öffentlichkeit nicht mürrisch aufzutreten und so sein Image aufzubessern.
Der Premier entschuldigte sich zwar umgehend, dass er "etwas Verletzendes" gesagt habe. Später ging er sogar persönlich zu der Witwe nach Hause in Rochdale bei Manchester, um die Wogen zu glätten. Er sei ein "reuiger Sünder", sagte er nach dem Bittgang.
Doch die konservativen Tories witterten eine Gelegenheit, Brown anzugreifen. Der Finanzexperte der Tories, George Osborne, sagte, die Worte Browns sprächen für sich. "So ist es mit den Wahlen, sie enthüllen den wahren Charakter der Menschen."
Die verfängliche Passage: Brown hatte im Auto zu einem Mitarbeiter nach dem Gespräch gesagt: "Das war ein Desaster - sie hätten mich niemals mit dieser Frau zusammenbringen dürfen. Wessen Idee war das denn? Es ist lächerlich."
Auf die Frage, was die Frau denn gesagt habe, murrte Brown nur: "Alles. Sie ist eine dieser verbohrten Frauen, die sagt, sie sei für Labour." Die Labour-Wählerin hatte Brown im Gespräch mit Fragen über Immigration, Steuern und die britische Verschuldung überschüttet.

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