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Im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz IS sollen die Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane nun bald Verstärkung erhalten. Mehr als 150 kurdische Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak haben sich am Dienstag auf den Weg in die von Islamisten belagerte Stadt gemacht.

80 Peschmerga starteten in einem Konvoi von ihrem Stützpunkt nordöstlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak, um auf dem Landweg nach Kobane zu gelangen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Weitere 72 sollen nach Angaben eines kurdischen Offiziers am Mittwochmorgen mit dem Flugzeug in die Türkei und von dort aus nach Kobane gebracht werden.

Die Verteidiger von Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) warten seit mehreren Tagen auf die Ankunft der dringend benötigten Verstärkung. Die Regierung in Ankara hatte in der vergangenen Woche die Erlaubnis gegeben, die Peschmerga über ihr Staatsterritorium nach Kobane zu bringen.

Verstärkung trifft "sehr bald" ein

Der türkische Aussenminister Mevlüt Çavusoglu sagte laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die irakisch-kurdischen Kämpfer könnten "jederzeit" die Grenze nach Syrien überqueren. Es gebe nun "kein politisches Problem" mehr. Ein Sprecher der Peschmerga im Nordirak sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Vorbereitungen für die Verlegung seien abgeschlossen. Die Kämpfer würden "sehr bald" in Kobane eintreffen.

Das überwiegend von Kurden bewohnte Kobane liegt direkt an der türkisch-syrischen Grenze. Die Kämpfer des Islamischen Staats (IS) versuchen seit Wochen, die strategisch wichtige Stadt einzunehmen. Die Extremisten kontrollieren bereits Hunderte Dörfer im Umland von Kobane.

Derzeit versuchen sie, die Verbindung zwischen der Stadt und der Türkei abzuschneiden. Dann könnten weder die Kämpfer aus dem Nordirak noch sonstiger Nachschub Kobane erreichen.

Der IS hatte im Juni einen Eroberungsfeldzug im Irak gestartet. Mittlerweile hat er weite Teile des Irak und auch Syriens unter seiner Kontrolle. Die IS-Milizen errichten in den von ihnen kontrollierten Gebieten eine Kalifatsherrschaft und begehen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

Luftangriffe und Kämpfe

Die Kämpfe zwischen Kurden und IS-Milizen gingen auch am Dienstag weiter. Die USA und ihre arabischen Verbündeten flogen weitere Angriffe gegen IS-Stellungen. Sie hätten drei Ziele der Terroristen im Norden und Osten von Kobane bombardiert, teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Der Islamische Staat veröffentlichte unterdessen am Montag ein weiteres Propagandavideo mit einer britischen Geisel. Es soll angeblich in Kobane aufgenommen worden sein. Der seit 2012 entführte Journalist tritt darin auf wie ein Fernsehreporter. Er behauptet, IS-Kämpfer seien "tief in das Herz der Stadt" eingedrungen. Es gebe dort keine kurdischen Verteidiger.

Weiter erklärt der 43-Jährige, Berichte westlicher Medien über hohe Verluste des IS seien falsch. Sie würden sich nur auf Angaben kurdischer Kommandanten und des Weissen Hauses stützen, die nicht an der Wahrheit interessiert seien.

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SDA-ATS