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Vladimir Petkovic nahm das 4:0 gegen Litauen mit einer gewissen Gelassenheit und dennoch stolz zur Kenntnis. Er freute sich primär über den stilistisch exzellenten Auftritt.

"Wenn man nur verteidigt, wird es irgendwann halt schwierig." Zu dieser Erkenntnis gelangte (zu) spät Litauens Coach Igoris Pankratjevas. Ein anderes Mittel hatten die Osteuropäer nicht zu bieten. Als Joker Josip Drmic eintrat, genügte die destruktive Methode nicht mehr. Mit drei Assists war der 22-Jährige massgeblich an der St. Galler "Fiesta" beteiligt. "Er kam aus einer schwierigen Phase und hat heute bewiesen, dass bei uns nicht nur elf, sondern alle in der Lage sind, 120 Prozent zu bieten."

Petkovic hat immer betont, dass er mit der Schweiz nicht nur Siege, sondern auch einen gehobene Unterhaltungsfaktor im Sinne habe. Nach dem doppelt missratenen Auftakt kamen bereits erste Zweifel auf, ob der Coach nicht zu viel vorhat. Der zweite 4:0-Erfolg in Folge entschärfte die Situation markant. "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Erfolg", erklärte Petkovic, ehe er den für ihn typischen Zusatz nachschob: "Wir haben drei Punkte gewonnen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen."

Die Art und Weise war in der Tat positiv. Die Schweiz dominierte einen zuvor als zumindest unangenehm eingestuften Gegner ohne Ende. "Meine Mannschaft hat gespielt, wie wir das wollten. Und wir haben die Geduld nicht verloren, obschon wir sehr viel Energie aufbringen mussten. Nach dem ersten Tor ging dann alles viel einfacher."

Sie hätten das Spiel in der zweiten Hälfte mehr vors Tor der Litauer verlagert. "Alle bewegten sich noch mehr, machten Rhythmuswechsel. Das war entscheidend", erklärte Petkovic die späte, aber eindrückliche Zäsur. Innert 180 Sekunden verschaffte sich die SFV-Auswahl eine 2:0-Führung. Danach erhöhte Xherdan Shaqiri mit zwei wunderbaren Treffern auf 4:0. Petkovic sprach hinterher von einer "kleinen Show von Shaqiri". Das könne man sich in einer solchen Phase dann eben erlauben.

Der deutlichste Heimsieg seit dem 6:0 gegen die Färöer zum Start der WM-Ausscheidung vor über zehn Jahren löste beim Schweizer Selektionär nun aber keine grenzenlose Euphorie aus. Er bewahrte die Contenance, so wie er das bereits nach dem eher problematischen Auftakt seiner Ära getan hat: "Ich habe schon vorher gesagt, dass wir in dieser Gruppe alle Möglichkeiten besitzen." Das sei weiterhin so.

Von einem expliziten Schweizer Abend mochte Petkovic nach dem 250. Sieg in der SFV-Geschichte nicht sprechen: "Das 0:0 von Estland in San Marino ist vielleicht etwas überraschend, nicht aber die Niederlage von Slowenien in England." Der Druck werde für sie nun aber etwas kleiner sein. "Bis jetzt hat der Befreiungsschlag gefehlt, der im Kopf alles etwas erleichtert."

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SDA-ATS