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Der Lebensmittelskandal weitet sich aus. In Tschechien und - erstmals ausserhalb Europas - in Hongkong haben die Behörden nicht deklariertes Pferdefleisch in Lasagne gefunden.

Die tschechische Lebensmittelaufsicht teilte am Mittwoch mit, DNA-Analysen hätten Pferdefleisch in zwei Chargen einer Tiefkühl-Lasagne nachgewiesen, Die Behörde wies die tschechische Tochter der britischen Supermarktkette Tesco an, die betroffenen Produkte unverzüglich aus den Regalen zu nehmen.

Eine Gefahr für die Verbraucher besteht den Angaben zufolge nicht. Die Spur führe über ein tschechisches Handelsunternehmen für Tiefkühlprodukte zu einem Lieferanten aus Luxemburg.

In Hongkong wiesen die Behörden am Mittwoch die Supermarktkette ParknShop an, Tiefkühl-Lasagne der Firma Findus aus dem Sortiment zu nehmen. Das Hongkonger Zentrum für Lebensmittelsicherheit rief die Bevölkerung auf, die betroffene Lasagne nicht zu essen, da sie "mit Pferdefleisch versetzt worden sein könnte, das keinen Tests auf Medikamente unterzogen wurde".

ParknShop betreibt in Hongkong und Macau rund 280 Filialen. Findus ist eine internationale Marke mit Produkten wie Rindfleisch-Lasagne, die von der auf Tiefkühlprodukte spezialisierten französischen Firma Comigel hergestellt wird.

Deutschland: 40 Proben positiv

In Deutschland entdecken die Behörden immer mehr undeklariertes Pferdefleisch in Lebensmitteln. Bisher waren 40 von 533 amtlichen Proben positiv, wie das Bundesverbraucherministerium am Mittwoch in Berlin.

Laut dem Ministerium wurde in den amtlichen Proben jeweils mehr als ein Prozent Pferdefleisch festgestellt. Daher müsse nicht nur von Spuren, sondern von einer Beimischung gesprochen werden. Weitere 18 Untersuchungen von Pferdefleisch auf Rückstände von Tierarzneimitteln seien negativ ausgefallen.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt unterdessen gegen das niedersächsische Fleischunternehmen Schypke. Es bestehe der Verdacht, dass in dem Betrieb Pferdefleisch verarbeitet worden sei, sagte eine Sprecherin.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hatte nicht deklarierte Anteile von Pferdefleisch in seinen Produkten entdeckt und die Firma Schypke als Zulieferer genannt.

Ermittlungen in Frankreich

In Südwestfrankreich durchsuchten Ermittler am Mittwoch am zweiten Tag in Folge den Sitz der Firma Spanghero. Die französischen Behörden hatten Spanghero vergangene Woche zu einem Hauptverantwortlichen im Pferdefleisch-Skandal erklärt.

Demnach hatte Spanghero aus Rumänien bezogenes Pferdefleisch wissentlich falsch als Rindfleisch ausgezeichnet und an die französische Firma Comigel verkauft. Diese wiederum fertigte aus dem Fleisch Fertiggerichte, die in zahlreiche Länder geliefert wurden.

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SDA-ATS