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Auch Duterte war Gast am "Seidenstrassen"-Gipfel in Peking und traf sich mit Chinas Präsident Xi Jinping (r.). Am Tag darauf deutete Duterte eine mögliche Lösung im Inselstreit mit China an.

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(sda-ats)

Im Streit um Inseln im Südchinesischen Meer ist der philippinische Präsident Rodrigo Duterte weiter auf China zugegangen. Er könne sich vorstellen, die Bodenschätze in dem Gebiet zusammen mit China und Vietnam abzubauen, sagte Duterte am Dienstag.

Ein Abkommen zur gemeinsamen Nutzung der Bodenschätze müsse aber "fair und ausgeglichen" sein. Malaysia und Brunei, die ebenfalls Ansprüche stellen, erwähnte Duterte nicht.

China beansprucht weite Teile des Südchinesischen Meers, in dem grosse Öl- und Gasvorräte vermutet werden. Zur Durchsetzung ihrer Ansprüche hat die Volksrepublik künstliche Inseln aufgeschüttet, von denen sich manche auch militärisch nutzen lassen. Andere Staaten wie Vietnam, Malaysia und Brunei, aber auch die Philippinen reklamieren Teile der Gewässer ebenfalls für sich.

China wichtiger Handelspartner

Der Ständige Schiedshof in Den Haag hatte im vergangenen Jahr die Territorialansprüche Chinas als rechtlich unbegründet zurückgewiesen und damit einer Klage der Regierung von Dutertes Vorgänger Benigno Aquino entsprochen. Duterte übte sich zuletzt jedoch in Zurückhaltung gegenüber dem wichtigen Handelspartner China.

Am Sonntag und Montag hatte Duterte an einem Gipfeltreffen zu neuen Handelsrouten in China teilgenommen. Am Rande des Treffens kam er mit Präsident Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang zusammen. Nach eigenen Angaben versicherte er beiden Politikern, vorerst nicht auf einer Durchsetzung des Schiedsgerichtsurteils zu bestehen. "Wir haben entschieden, dass es für mich eine Zeit geben wird, nach dem Urteil zu fragen, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen", sagte Duterte.

Duterte lobte die chinesische Führung als "grosszügig", "sehr liberal" und "herzlich". Peking habe ihm weitere chinesische Investitionen und Hilfe angeboten, sagte Duterte. Einzelheiten nannte er zwar nicht, die Zusammenarbeit sei für die Philippinen aber auf jeden Fall ein "Gewinn".

SDA-ATS

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