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Die Pilotengewerkschaft Aeropers hat die Verhandlungen zu einem neuen Gesamtarbeitsvertrag mit der Swiss für gescheitert erklärt. Damit droht ab 1. April der vertragslose Zustand, womit die Piloten nicht mehr an das Streikverbot gebunden wären.

Ob es zu einem Streik komme, sei offen, schrieb Aeropers in einer Mitteilung vom Montag. Als Nächstes würden die Mitglieder über den Verlauf und den Stand der Verhandlungen orientiert.

Ein Streik sei zwar in der Schweiz kein alltägliches, aber trotzdem ein absolut legales Mittel in einem Arbeitskonflikt, wird Aeropers-Präsident Rolf Odermatt zitiert. "Ob wir schlussendlich vom Management dazu gezwungen werden und uns damit mit diesem letzten Mittel zur Wehr setzen müssen, ist zur Zeit noch offen."

Piloten fordern branchengerechte Löhne

Er bedauere, dass nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen auch in einem letzten Spitzengespräch mit Swiss-Chef Harry Hohmeister, keine Einigung über die strittigen Themen habe erzielt werden können. Die Piloten fordern bessere Arbeitsbedingungen, mehr und besser planbare Erholungszeit und ein branchengerechtes Salär. Dazu müssten mehr Piloten eingestellt werden.

Aeropers vertritt die Meinung, die Swiss könne und müsse sich angesichts ihrer hohen Gewinne diese Investitionen ins Personal leisten. Es gehe nicht an, dass alle Gewinne nach Deutschland an die Lufthansa abflössen, während das hiesige Personal weiterhin unter langfristig unzumutbaren Arbeitsbedingungen diesen Gewinn erwirtschafte. Das Management der Swiss habe bis zuletzt auf seinem für die Piloten nicht akzeptablen Angebot beharrt, hiess es weiter.

Swiss zeigt sich gesprächsbereit

Die Fluggesellschaft Swiss reagiert mit Bedauern und Unverständnis auf den Abbruch der Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag durch die Pilotengewerkschaft Aeropers.

Die Verhandlungen sind aus Sicht der Airline aber nicht gescheitert, denn die Swiss sei weiterhin gesprächsbereit und habe ein gutes Angebot abgegeben. "Wir wollen weiter verhandeln und streben weiterhin den Abschluss eines neuen GAV an", sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann am Montag.

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SDA-ATS