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Somalische Piraten haben im Indischen Ozean zwei Schiffe gekapert. Neben einem griechischen Frachter brachten sie ein Segelboot mit drei dänischen Kindern und vier Erwachsenen in ihre Gewalt.

Am vergangenen Donnerstag hatten die Segler per Funk einen Notruf abgesetzt. "Leider hat sich nun bestätigt, dass das Boot in der Gewalt von Piraten und auf dem Weg nach Somalia ist", sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums in Kopenhagen am Montag der Nachrichtenagentur Ritzau.

Normalerweise entführen die von Somalia aus operierenden Piraten Handelsschiffe, für die die zuständigen Reedereien Lösegeld zahlen müssen. Am Montag wurde ein griechischer Frachter etwa 260 Seemeilen nordöstlich von Oman ihr Opfer. Ein Sprecher der EU-Antipiratenmission Atalanta teilte mit, das unter Panama-Flagge fahrende Schiff "MS Dover" sei von Pakistan aus auf dem Weg zum Hafen Salif im Jemen gewesen.

Über das Schicksal der 23 Besatzungsmitglieder von den Philippinen sowie aus Rumänien und Russland gebe es derzeit keine Informationen. Auch Einzelheiten des Überfalls waren - ebenso wie im Fall des Segelbootes - nicht bekannt.

Dagegen ist ein im vergangenen Oktober gekapertes Schiff nach Atalanta-Angaben seit Freitag wieder frei. Die unter Panama-Flagge fahrende "MS Izumu" und ihre Besatzung - 20 philippinische Seeleute - sollen unterwegs zu einem sicheren Hafen sein, hiess es.

Über den Zustand der Seeleute und des Schiffes nach der monatelangen Gefangenschaft gab es keine Informationen. Derzeit befinden sich mehr als 700 Seeleute vor der somalischen Küste in der Gewalt von Piraten.

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SDA-ATS