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Polanski verlässt Gefängnis für medizinische Untersuchung

Dieser Inhalt wurde am 17. Oktober 2009 - 21:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Der vor rund drei Wochen in Zürich verhaftete Filmregisseur Roman Polanski hat das Gefängnis in Winterthur für eine medizinische Untersuchung vorübergehend verlassen. Dies sagte sein Anwalt Hervé Temime gegenüber mehreren Nachrichtenagenturen.
"Alles was ich weiss ist, dass er das Gefängnis für eine medizinische Untersuchung verlassen hat. Ich weiss nicht, wo er ist und wann er ins Gefängnis zurückkehren wird", sagte der französische Jurist. Mehr Informationen habe er nicht. Er habe schon seit einer Weile nicht mehr mit seinem Klienten gesprochen.
Das Bundesamt für Justiz (BJ) wollte einen entsprechenden Artikel des "Blick" nicht kommentieren. "Roman Polanski befindet sich immer noch in Auslieferungshaft und erhält die nötige medizinische Betreuung", sagte Sprecher Folco Galli und verweist damit auf die gängige Praxis in solchen Fällen.
Ein Inhaftierter kann sich den Untersuchungen im Gefängnis oder auch in einem Spital unterziehen, sagte Galli, ohne weiter auf den Fall des 76-jährigen Filmregisseurs einzugehen.
Der Starregisseur war am 26. September in Zürich auf Antrag der US-Behörden verhaftet worden, weil er vor 30 Jahren ein damals 13-jähriges Mädchen vergewaltigt hatte. Derzeit ist eine Haftentlassungsbeschwerde beim Bundesstrafgericht in Bellinzona hängig. Bei abschlägigem Bescheid kann Polanski ans Bundesgericht gelangen.
Die US-Behörden haben bis maximal 25. November Zeit, das definitive Auslieferungsbegehren zu stellen. Auch dagegen kann der Inhaftierte bei Bundesstrafgericht und Bundesgericht rekurrieren.

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