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Polanski wird das Wochenende noch in Auslieferungshaft verbringen

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 10:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Roman Polanski muss das Wochenende noch im Bezirksgefängis Winterthur verbringen. Der Starregisseur werde nicht vor Anfang nächster Woche aus der Auslieferungshaft entlassen, wie Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz (BJ), auf Anfrage sagte.
Nähere Angaben dazu, wann Polanski in sein Ferienhaus nach Gstaad gebracht wird, wollte Galli nicht machen. Damit die Fahrt Polanskis ins Berner Oberland nicht von einem Medientross begleitet wird, will das BJ die Öffentlichkeit erst nach dessen Übersiedlung informieren.
Das Bundesstrafgericht hatte am Mittwoch entschieden, dass der wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen im Jahr 1977 seit zwei Monaten inhaftierte polnisch-französische Regisseur gegen eine Kaution von 4,5 Millionen Franken in die überwachte Freiheit entlassen wird.
Polanski muss seine Reisepapiere abgeben. In seinem Gstaader Chalet wird er mit einer elektronischen Fussfessel überwacht und unter Hausarrest gestellt.
Seit Bekanntgabe dieser Massnahme warten vor dem Bezirksgefängis Winterthur zahlreiche in- und ausländische Journalisten und Fotografen auf den Moment, in dem Polanski entlassen wird.
Bevor der Regisseur in sein Haus übersiedeln kann, muss dieses für das sogenannte "Electronic Monitoring" ausgerüstet werden. So muss etwa der Empfänger für das Signal, das die Fussfessel senden wird, an das Telefonnetz angeschlossen werden. Ein vor Antritt des Hausarrests ausgearbeiteter Wochenplan hilft den Behörden zu kontrollieren, ob sich Polanski an die Auflagen hält.
Das BJ hat für diese Vorbereitungen eine "spezialisierte Stelle" beauftragt, wie Galli sagte. Auch zu diesem Punkt will er keine weiteren Angaben machen.
Wie lange der elektronisch überwachte Hausarrest für den Regisseur dauern wird, ist noch unklar. Der Entscheid über die Auslieferung Polanskis an die USA ist noch hängig. Das BJ will voraussichtlich "innert ein paar Wochen" entscheiden, wie es am Donnerstag hiess.

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