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Polizei findet bei Suche nach sechsköpfiger Familie fünf Leichen

Drei Wochen lang galt eine sechsköpfige Familie aus dem westfranzösischen Nantes als vermisst - nun fand die Polizei im Garten ihres Hauses fünf Leichen. Die Opfer wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft wahrscheinlich erschossen.

Nach ersten Erkenntnissen gebe es Hinweise, dass die Mutter und zwei ihrer Söhne unter den Toten sind, teilte die Behörde mit. Die Familie mit vier Kindern im Alter zwischen 13 und 21 Jahren wird seit Anfang April vermisst.

Nun sucht die Polizei den 50-jährigen Vater. "Alles ist vorstellbar", sagte ein Ermittler der Nachrichtenagentur AFP. Die Beamten fanden am Donnerstag zunächst Teile eines Beins auf einer Terrasse, bei Grabungen unter der Terrasse wurden dann fünf Leichen gefunden.

Die Eltern hatten die beiden jüngeren Kinder von der Schule abgemeldet, da die Familie wegen "einer dringenden Versetzung" nach Australien auswandern wolle. Die Abmeldung sei vor etwa zehn Tagen mit der Post eingegangen, zusammen mit einem Scheck über das restliche Schulgeld bis zu den Ferien, erinnerte sich Schuldirektor Olivier Bouissou. Zudem gab es seit dem 3. April keine Bewegungen auf dem Familienkonto mehr.

Vater sah sich als Geheimagent

Der Vater soll vor Bekannten auch behauptet haben, er sei Geheimagent und werde im Rahmen eines Zeugenschutzprogrammes untertauchen. Der Vater hatte ein kleines Anzeigenunternehmen, seine 49-jährige Frau war eine engagierte Katholikin und gab Religionsunterricht.

Keine Spuren von Gewalt im Haus

Auf einem auf einem nahegelegenen Parkplatz stehenden Auto - es soll der verschwundenen Mutter gehören - fanden die Beamten den in den Staub geschriebenen Satz: "Das hättest Du nicht tun dürfen - Du fehlst mir!"

Unklar blieb, ob der Satz im Zusammenhang mit dem mysteriösen Verschwinden der Familie steht. Ein der Familie gehörender Pritschenwagen und zwei weitere Autos der Familie sind nach Angaben der Ermittler verschwunden. Auch von den beiden Labrador-Hunden der Familie fehlt jede Spur.

Spuren von Gewalt fanden die Ermittler in dem Haus, das an einer Hauptstrasse in Nantes liegt, nicht; die Schränke waren ausgeräumt und die Fensterläden geschlossen. Auf dem Briefkasten klebte ein Zettel mit der Aufschrift "Post an den Absender zurück. Danke".

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