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Im Golfstaat Bahrain haben Sicherheitskräfte die Protestbewegung niedergeschlagen. Mindestens vier Menschen wurden laut Opposition in der Hauptstadt Manama in der Nacht zum Donnerstag getötet, als Sondereinheiten einen von Demonstranten besetzten Platz räumten.

Das Gesundheitsministerium des Landes sprach von drei Toten und rund 200 Verletzten. Nach Angaben von Zeugen und der Opposition gingen die Sicherheitskräfte mit Tränengas, Gummigeschossen und Splitterkugeln gegen die Demonstranten auf dem sogenannten Perlen-Platz vor.

Dort kampierten seit Dienstag etliche Menschen, um ihren Forderungen nach einem Systemwechsel Nachdruck zu verleihen. Hunderte Menschen hätten dort auch in der Nacht zum Donnerstag gezeltet, als sie angegriffen worden seien, sagte ein 37-jähriger Augenzeuge.

Am Donnerstag bezogen dutzende Panzer im Stadtzentrum Stellung. Weitere Armee-Fahrzeuge wurden laut Augenzeugen aus dem Norden des Landes nach Manama beordert.

Widerstand gegen sunnitische Dynastie

Die Protestbewegung umfasst in dem gerade einmal eine Million Einwohner zählenden Bahrain die mehrheitlich schiitische Bevölkerung, die gegen die sunnitische Dynastie unter König Hamad bin Issa al-Chalifa aufbegehrt. Sie bemängeln vor allem Diskriminierungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie bei den Sozialdiensten.

"Tod für Al Chalifa", riefen hunderte Menschen nach dem Polizeieinsatz vor dem Spital Salmanija. Andere standen dort zum Blutspenden an.

Das Innenministerium begründete das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte mit der Unnachgiebigkeit einiger Demonstranten. Der Platz sei geräumt worden, nachdem "alle Möglichkeiten eines Dialogs ausgeschöpft" gewesen seien, hiess es in einer Erklärung, die von der amtlichen Nachrichtenagentur BNA verbreitet wurde.

Opposition will Parlament verlassen

Der Führer der wichtigsten schiitischen Oppositionsbewegung Al Wifak, Scheich Ali Salman, sprach hingegen von einem "wilden und unberechtigten Angriff", der "katastrophale Folgen" für die Stabilität des Landes haben werde.

Aus Protest gegen den Polizeieinsatz wollte sich die Wifak-Gesellschaft geschlossen aus dem Parlament zurückziehen, wie ein Abgeordneter sagte. Der Fraktion gehören 18 der 40 Abgeordneten im Parlament an.

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SDA-ATS