Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

In der jüngsten Eskalation in Brasiliens Gefängniskrise besetzten Häftlinge das Dach einer Anstalt bei Natal.

KEYSTONE/EPA EFE/NEY DOUGLAS

(sda-ats)

Nach dem Blutbad in einem brasilianischen Gefängnis hat die Polizei am Montag das Dach der Haftanstalt geräumt. Dieses war von mehreren Dutzend Häftlingen besetzt worden. Polizisten feuerten zudem Gummigeschosse auf Angehörige vor der Anstalt.

Wie AFP-Reporter vor Ort beobachteten, waren die Häftlinge auf dem Dach des Alcaçuz-Gefängnisses unweit von Natal, der Hauptstadt des Bundesstaats Rio Grande do Norte, geklettert. Auf einer Fahne stand geschrieben: "Wir wollen Frieden, aber wir laufen nicht vor dem Krieg davon."

Erst am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) war es den Sicherheitskräften gelungen, wieder die Kontrolle über das Gefängnis zu erlangen, nachdem am Samstagabend schwerbewaffnete Häftlinge zweier rivalisierender Drogenbanden aufeinander losgegangen waren. Dabei wurden mindestens 26 Gefangene getötet.

Gefangene unterbrachen die Stromzufuhr, einige sollen im Besitz von Schusswaffen gewesen sein. Am Montagvormittag drangen erneut rund 50 Elitepolizisten in das Gefängnis ein, um eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern.

Die anhaltende Gewalt in Brasiliens Haftanstalten bringt Präsident Michel Temer zunehmend in Bedrängnis. Seiner Regierung wird Untätigkeit vorgeworfen. Nach dem Massaker im Alcaçuz-Gefängnis erklärte Temer auf Twitter, er verfolge genau die Lage und habe den örtlichen Behörden die "notwendige Unterstützung" zugesagt.

Für Dienstag lud das Justizministerium in Brasília alle Verantwortlichen der Bundesstaaten zu einer Krisensitzung ein.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS