Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der Fall des am Montag geflohenen Mörders und Vergewaltigers hat eine Untersuchung in Neuenburg zur Folge. Dies kündigte der Neuenburger Justizdirektor Jean Studer am Mittwoch an. Am Nachmittag wurde die Suche nach dem Flüchtigen eingestellt.

Er sei ob der Flucht des Straftäters sehr beunruhigt, sagte Studer. Der aus der Strafanstalt Bellevue in Gorgier NE entflohene 64-jährige Sexualstraftäter ist weiterhin auf der Flucht.

Die Strafanstalt habe die Berner Behörden am letzten Freitag über den begleiteten Freigang des Mannes am darauffolgenden Montag informiert, sagte Studer. Die Information sei erfolgt, weil der Straftäter der Verantwortlichkeit des Kantons Bern unterstehe.

Ohne Handschellen im Freigang

Es war bereits der vierte Freigang des Mannes zwischen Dezember 2010 und Juni 2011. Die ersten drei begleiteten Freigänge verliefen problemlos. Der Häftling trug dabei keine Handschellen. Die Bewacher waren unbewaffnet. Nicht klar ist laut Studer, ob der Kanton Bern dies wusste.

Unklar ist zudem, warum die Berner Behörden, die im Vorfeld auf die Gefährlichkeit des Mannes hingewiesen und sich anfänglich auch gegen die von der Neuenburger Strafanstalt vorgeschlagenen sechs Freigänge pro Jahr gestellt hatten, später dann doch einige begleitete Ausgänge guthiessen.

Aufseherin am Hals gepackt

Mittlerweile konnten die Umstände, die zur Flucht des Mannes führten, weitgehend geklärt werden. Die beiden Bewacher - ein Mann und eine Frau - sowie der Straftäter hatten sich am Montag laut Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei, auf dem Heimweg von einem Spaziergang befunden.

Die beiden Aufseher seien vorne im Auto gesessen, der Häftling hinten. Während der Rückfahrt packte der Mann die Aufseherin am Hals und bedrohte sie mit einem noch unbekannten spitzen Gegenstand. Als sich die Frau wehren wollte, verletzte sie sich an der Hand. Es kam zu einem heftigen Wortwechsel.

Schliesslich stiegen alle aus dem Auto aus. Dabei hätten die Bewacher versucht, den Straftäter noch umzustimmen. Ohne Erfolg. Laut Sauterel ergriff der Mann die Flucht, während die beiden Aufseher erfolglos versucht hätten, ihn zurückzuhalten.

Die Suche nach dem Flüchtigen wurde am Mittwochnachmittag abgebrochen. Bei Behörden sind am Mittwoch laut Sauterel über 30 Hinweise eingegangen. Man sei daran, jedem einzelnen nachzugehen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS