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Schutzzaun vor dem Bundeshaus West: Bern glich am Freitagabend einer Festung, weil zu einer unbewilligten antifaschistischen Kundgebung aufgerufen worden war.

Keystone/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Ein Grossaufgebot der Polizei hat am Freitag in der Berner Innenstadt eine unbewilligte antifaschistische Kundgebung unterbunden. Bern glich am Abend einer Festung. Überall in der Innenstadt markierte die Polizei Präsenz.

Die Polizei kontrollierte verschiedene Personen. Es kam auch zu Anhaltungen. Die Kundgebungsteilnehmer wollten sich laut Aufruf um 19.30 Uhr beim Zytglogge versammeln. Zu einer grösseren Ansammlung kam es aber weder dort noch bei der Reitschule.

Über Soziale Medien wurden immer wieder diverse neue Treffpunkte kommuniziert - ein Katz- und Maus-Spiel. Zu einer grösseren Kundgebung kam es bis 21.30 Uhr nicht.

Einzig beim Bubenbergplatz konnte sich eine Gruppe von mehreren Dutzend Personen lautstark bemerkbar machen und dann Richtung Reitschule abziehen. Die Polizei riegelte sofort die Strassen an der Route Bahnhof-Reitschule ab. Dann blieb es wieder ruhig.

Zehn Jahre nach Ausschreitungen

Linksautonome Kreise hatten im Internet und auf Aushängen für die Kundgebung mobilisiert. Das Datum des 6. Oktober dürfte nicht zufällig gewählt sein, denn exakt vor zehn Jahren kam es in Bern am Rand einer SVP-Wahlveranstaltung mit dem damaligen Bundesrat Christoph Blocher zu heftigen Ausschreitungen von Linksautonomen.

Die Berner Stadtregierung hatten bereits vor Tagen verlauten lassen, dass sie die unbewilligte Kundgebung am Freitagabend nicht tolerieren werde.

Die Kundgebungsorganisatoren hatten am Mittwochabend in einer Mitteilung bekräftigt, sie wünschten sich eine "ruhige aber laute und inhaltsvolle" Demonstration. Die Beweggründe für die Kundgebung seien diverse faschistische, rassistische und sexistische Vorfälle "sowie die Erstarkung von faschistischem Gedankengut in Europa oder den USA".

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SDA-ATS