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Im Grossraum Paris hat die Polizei eine mutmassliche islamistische Zelle ausgehoben, die Anschläge in Frankreich geplant haben soll. Am Montag wurden sechs Verdächtige im Alter zwischen 22 und 38 Jahren festgenommen. Drei weitere Islamisten wurden am Dienstag in Südfrankreich festgenommen.

Die sechs am Montag festgenommenen Islamisten seien als "besonders gefährlich" einzustufen, teilte der französische Innenminister Manuel Valls mit. Sie hätten in Frankreich "zuschlagen" wollen. Valls bestätigte aber nicht, dass Terroranschläge gegen Persönlichkeiten geplant gewesen seien, wie dies ein Ermittler berichtet hatte.

Nach Polizeiangaben stammt einer der Verdächtigen aus dem westafrikanischen Benin, einer von den Komoren vor Ostafrika und vier haben die französische Staatsangehörigkeit. Alle waren bereits wegen schwerer Straftaten polizeilich bekannt.

Die Festgenommenen sollen in einen Banküberfall im Département Seine-et-Marne im April verwickelt gewesen sein und weitere Raubüberfälle geplant haben. Sie wurden in Levallois-Perret an der nordwestlichen Stadtgrenze von Paris von der Anti-Terror-Polizei verhört.

Erst im Oktober hatte die Polizei eine islamistische Gruppe gesprengt, die verdächtigt wird, ein jüdisches Geschäft in der Nähe von Paris angegriffen zu haben. Die meisten Verdächtigen dieser Gruppe gelten als Straftäter, die zum radikalen Islam konvertierten. Bei der Razzia war ein Verdächtiger in Strassburg erschossen worden, der das Feuer auf die Polizei eröffnet hatte.

Schon länger vom Geheimdienst beobachtet

Unabhängig von den Festnahmen vom Montag wurden am Dienstag drei Islamisten in Südfrankreich festgenommen, die schon länger vom Inlandsgeheimdienst beobachtet wurden, wie Valls weiter mitteilte. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen handelt es sich um ein Pärchen und einen weiteren Mann. Ihnen wird demnach Finanzierung eines Netzwerks zur Rekrutierung von islamistischen Kämpfern im Ausland vorgeworfen.

Seit Anfang des Jahres wurden somit 48 Festnahmen durch den Inlandsgeheimdienst im Zuge des Anti-Terror-Kampfes in Frankreich vorgenommen, 17 der Verdächtigen kamen ins Gefängnis. Im vergangenen Jahr waren es 78 Festgenommene, von denen 21 inhaftiert wurden.

Valls hatte im Mai gesagt, es gebe eine "weltumspannende terroristische Bedrohung", die sich auch gegen Frankreich richte. Mit Verweis auf die islamistische Attentatsserie mit sieben Toten im März 2012 in Südwestfrankreich sagte er, Polizei und Geheimdienste hätten in den vergangenen Monaten mehrere islamistische Zellen auffliegen lassen, die Anschläge in Frankreich vorbereitet hätten.

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SDA-ATS