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Biel - Im Fall des flüchtigen Bieler Rentners werden nach der Polizei immer mehr auch die Behörden kritisiert. Den zuständigen Justiz- und Sozialorganen wird vorgeworfen, sie seien schlecht vernetzt gewesen, hätten Alarmsignale ignoriert und so die Eskalation des Falls begünstigt.
Die Polizei muss sich dafür rechtfertigen, dass sie den Mann trotz achttägigem Grosseinsatz bislang nicht fassen konnte. Ausserdem werden ihr Pannen zur Last gelegt. So war zunächst ein Fahndungsfoto mit dem Abbild des toten Vaters des Flüchtigen in Umlauf gebracht worden.
Der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser wehrte sich am Donnerstag gegen die wachsende Kritik und stärkte der Polizei den Rücken. Inzwischen gebe es in diesem Fall landesweit "hunderttausende von Fachleuten", sagte Käser vor den Medien. Doch dies hier sei "kein TV-Krimi, der nach 50 Minuten gelöst ist".
Die Öffentlichkeit wundere sich zwar, dass mehrere Behördenstellen Informationen über den eigenbrötlerischen Rentner gehabt hätten und es trotzdem zur Eskalation gekommen sei. Doch "wir haben eine offene Gesellschaft, die grossen Wert auf den Datenschutz legt", betonte Käser. "Wir kennen den gläsernen Bürger nicht".
Die Informationen würden nicht automatisch ausgetauscht, und sie gelangten auch nicht automatisch an die Polizei. Deshalb sei das Dispositiv, das die Polizei letzte Woche zum Beginn des Einsatzes getroffen habe, nach derzeitiger Einschätzung angemessen gewesen.
Käser äusserte sich auch zum Umstand, dass der Rentner nach den Schüssen auf einen Polizisten flüchten konnte. Nach dem Zwischenfall habe die Kameradenhilfe Vorrang gehabt, und diese habe Kräfte gebunden.
Vom flüchtigen Rentner fehlte auch am Donnerstag jede Spur; die Polizei machte sich an die Räumung seines Hauses. Vor den Medien betonte Polizeikommandant Stefan Blättler, der Einsatz werde im bisherigen Ausmass fortgesetzt mit dem Ziel, den Mann anhalten zu können und weitere Personengefährdungen zu vermeiden.

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SDA-ATS