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Polizisten in Honduras verweigern den Dienst: Sie wollen in der Wahlkrise nicht gegen Demonstranten vorgehen.

KEYSTONE/EPA EFE/GUSTAVO AMADOR

(sda-ats)

In Honduras haben verschiedene Polizeieinheiten die Durchsetzung des nach der umstrittenen Präsidentenwahl verhängten Ausnahmezustands verweigert. Hunderte Polizisten der Bereitschaftspolizei und anderer Einheiten verliessen am Montag (Ortszeit) ihre Kasernen.

Sie erklärten, den Ausnahmezustand nicht umsetzen und nicht gegen Demonstranten vorgehen zu wollen, welche seit vergangener Woche gegen den Wahlausgang protestieren.

Unterstützung erhielten die Beamten von hunderten applaudierenden Einwohnern. Die Behörden des lateinamerikanischen Landes erklärten dagegen, die Polizisten gingen wegen Gehaltsfragen auf die Strasse.

Mehr als eine Woche nach der Abstimmung war die Auszählung der Stimmen am Montag beendet worden. Ein Wahlsieger wurde offiziell aber nicht verkündet. Den Ergebnissen zufolge kam der amtierende rechte Staatschef Juan Orlando Hernández auf 42,98 Prozent der Stimmen, sein linksgerichteter Herausforderer Salvador Nasralla auf 41,39 Prozent.

Die Regierung hatte am Freitag einen zehn Tage währenden Ausnahmezustand über das zentralamerikanische Land verhängt, um Proteste der Opposition zu unterbinden.

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