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Wegen des Mordes an zwei Studenten hat ein Gericht in Honduras vier Polizisten zu jeweils 66 Jahren Haft verurteilt. Die Beamten hatten die jungen Männer im Oktober 2011 erschossen, wie die Zeitung "El Heraldo" am Montag berichtete.

Die Polizisten hätten sich des Mordes und des Amtsmissbrauchs schuldig gemacht, hiess es in dem Urteil. Sie hatten die Studenten offenbar verwechselt und bei einer Verfolgungsjagd einen von ihnen angeschossen. Um ihren Fehler zu vertuschen, brachten sie die Männer an eine abgelegene Stelle in der Hauptstadt Tegucigalpa und töteten sie.

Die Tat hatte in Honduras grosses Aufsehen erregt. Bei einem der Opfer handelte es sich um den Sohn der Rektorin der Universität von Honduras, Julieta Castellanos. Nachdem die Polizei zunächst erklärt hatte, ihr Sohn sei von Kriminellen getötet worden, strengte sie eigene Ermittlungen an.

Für ihr Engagement gegen Gewalt und Straflosigkeit wurde Castellanos unter anderem mit dem Internationalen Preis für mutige Frauen des US-Aussenministeriums und dem Martin-Luther-King-Preis ausgezeichnet.

SDA-ATS