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Oppositionelle Sejm-Abgeordnete protestieren gegen die Neuregelung. "Freie Medien im Sejm" steht auf ihren Karten

KEYSTONE/EPA PAP/MARCIN OBARA

(sda-ats)

Aus Protest gegen eine geplante Einschränkung der Berichterstattung aus dem polnischen Parlament haben über 20 polnische Medien am Freitag eine Parlamentssitzung boykottiert. Künftig sollen Journalisten keine Fotos oder Videos mehr im Plenarsaal machen dürfen.

Damit wäre es nicht länger möglich, Regelverstösse von Abgeordneten zu dokumentieren, etwa wenn ein Parlamentsmitglied für einen abwesenden Kollegen abstimmt.

Bereits am Donnerstag hatten dutzende Journalisten vor dem Parlamentsgebäude in Warschau demonstriert. In einem offenen Brief an beide Parlamentskammern forderten sie, die Neuregelung zu Fall zu bringen. Deren einziger Effekt wäre es, "dass die Politiker den Journalisten leichter aus dem Weg gehen können", hiess es darin.

Die neue Regelung sieht vor, dass künftig nur noch der offizielle Videodienst des Parlaments Bilder aus dem Plenarsaal verbreiten darf. Journalisten sollen in einem Pressezentrum in einem anderen Gebäude untergebracht werden, so dass sie den Abgeordneten nicht mehr über den Weg laufen.

Kritisierte Einschränkungen

Die nationalkonservative Regierung in Polen hat seit ihrem Amtsantritt vor rund einem Jahr eine Reihe von Reformen umgesetzt, die nicht nur von der Opposition des Landes, sondern auch von der EU als Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit kritisiert werden.

So stiess die Reform des polnischen Verfassungsgerichts auf heftige Kritik: Brüssel wirft der Warschauer Regierung vor, rechtswidrig die Ernennung mehrerer Verfassungsrichter rückgängig gemacht, die Unabhängigkeit des Gerichts eingeschränkt und seine Beschlüsse missachtet zu haben.

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SDA-ATS