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Geste von Israel: Nach jahrelanger Blockade dürfen Postsendungen an Palästina ausgeliefert werden, die in Jericho tonnenweise lagern. (Archivbild Jericho)

KEYSTONE/AP/SEBASTIAN SCHEINER

(sda-ats)

Nach einer Blockade von bis zu acht Jahren durch israelische Behörden können mehr als zehn Tonnen Postsendungen an die Empfänger in den Palästinensergebieten ausgeliefert werden. Israel habe dafür vor einigen Tagen die Erlaubnis erteilt.

Dies sagte am Dienstag Ramadan Ghasawi, Postbeamter in der Stadt Jericho im Westjordanland, der Nachrichtenagentur AFP. Die Pakete hatten sich der Poststelle in Jericho angesammelt.

Die Sendungen waren zwischen 2010 und 2018 abgeschickt worden. Israel, das sämtliche Grenzübergänge zum besetzten Westjordanland kontrolliert, habe die Zustellung aus Sicherheits- oder Verwaltungsgründen unterbunden, sagte Ghasawi. In der Poststelle stapeln sich nun die Pakete und die Mitarbeiter sind vollständig mit der Vorbereitung der Auslieferung beschäftigt, wie ein AFP-Journalist beobachtete.

Die dem Verteidigungsministerium unterstellte israelische Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) bestätigte die Genehmigung für eine "einmalige Übergabe" der Postsendungen. Es handle sich um eine vertrauensbildende Massnahme, nachdem sich Israel und die Palästinenserbehörden vor einem Jahr auf ein Abkommen über die Zustellung von Post geeinigt hätten.

Bisher sei das Abkommen aber noch nicht vollständig in Kraft getreten, erklärte Cogat. Der palästinensische Minister für Telekommunikation, Allam Mussa, beschuldigte Israel, das Abkommen zu blockieren.

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